Im Dreifaltigkeitskloster Buchhagen erfolgten die Putzarbeiten an der Kirche

Die Mönche des Dreifaltigkeitsklosters Buchhagen setzen den Bau ihrer Kirche fort – nach dem Dach folgt nun der Putz: außen in warmem Eisenoxid-Orange, innen in schlichten Kalktönen. Foto: Kloster

Im Deutschen Orthodoxen Dreifaltigkeitskloster Buchhagen im Landkreis Holzminden gehen die Bauarbeiten an der Klosterkirche zügig weiter. Nachdem im Sommer das Dach vollständig gedeckt worden war, begannen im Herbst die Arbeiten an der Fassade. Darüber berichtete das Kloster auf der eigens eingerichteten Webseite zum Kirchenbau.

Mit Unterstützung der Wandergesellen Fabian I., Fabian II. und des Einheimischen Benjamin wurde eine Mörtelpumpe beschafft, um die Kirche innen und außen zu verputzen. Für den Außenputz verwenden die Handwerker eine Mischung mit Eisenoxidpigment in einem warmen Orangeton, während das Kircheninnere zunächst in schlichten Kalkputz gehüllt wird.

Bereits im Sommer hatten Dachdecker aus dem nahen Negenborn das Dach mit Sandsteinplatten regendicht gemacht, während das Turmdach eine Kupferdeckung erhielt. Die Dachkonstruktion des Hauptschiffs, des Altars und des Querschiffs war zuvor mit Hilfe mehrerer Wandergesellen errichtet worden.

Der Kirchenbau folgt architektonisch den vor- und frühromanischen Bauformen des Weserberglandes und soll liturgische Elemente der byzantinisch-orthodoxen Tradition mit der Formensprache altsächsischer Sakralarchitektur verbinden. Entwurf und Detailzeichnungen stammen von Abt Johannes, der auch die Bauleitung innehat. Säulen, Kapitelle und Gewände werden aus regionalem Sandstein gefertigt, während ortsansässige Handwerksbetriebe und Bildhauer mitarbeiten, die bereits an der Dresdner Frauenkirche und am Berliner Schloss tätig waren.

Das Dreifaltigkeitskloster Buchhagen ist das einzige Kloster der bulgarisch-orthodoxen Metropolie von West- und Mitteleuropa. Neben dem Kirchenbau widmen sich die Mönche der Pflege der byzantinischen Liturgie, dem „deutschen Choral“ – einer vom Abt entwickelten Form des orthodoxen Kirchengesangs in deutscher Sprache – sowie der Veröffentlichung geistlicher Texte im Klosterverlag.

Die UOJ veröffentlichte zuvor ein Interview mit den Mönchen des Klosters Buchhagen über die heutigen Herausforderungen des orthodoxen Christentums in Deutschland.

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