Patriarch Daniil gedachte des Heiligen Euthymius von Tarnowo

Patriarch Daniil zelebrierte im Kloster Batschkowo – der Ort, an dem der Heilige Euthymius einst seine letzten Jahre verbrachte und dessen Vermächtnis bis heute lebendig ist. Foto: Patriarchat

Im Kloster Batschkowo in Bulgarien fand am Mittwoch, dem 22. Oktober 2025, eine feierliche Göttliche Liturgie statt, die vom bulgarisch-orthodoxen Patriarchen Daniil geleitet wurde. Der Anlass war der 120. Jahrestag der Entdeckung der Reliquien des Heiligen Euthymius von Tarnowo – einer der bedeutendsten geistlichen Führer des mittelalterlichen Bulgariens. Darüber berichtete das Patriarchat auf seiner Webseite.

Vor Beginn des Gottesdienstes erinnerte Patriarch Daniil (Video in bulgarischer Sprache) an das geistige Vermächtnis des Heiligen Euthymius: „Ich vermache euch der Heiligen Dreifaltigkeit, jetzt und für immer.“ Dieses Testament, so Daniil, sei ein Aufruf zur Hingabe an Gott und zur Bewahrung des Glaubens. „Lasst uns Gott treu sein, die Menschlichkeit bewahren und in Frieden miteinander leben“, appellierte der Patriarch.

Während der Kommunionfeier sprach Archimandrit Stefan vom Kloster Trojan über das Leben und Wirken des Heiligen Euthymius und betonte dessen Bedeutung für den bulgarischen Glauben.

In seiner Predigt hob Patriarch Daniil hervor, dass der Glaube an die Heilige Dreifaltigkeit „in dunklen Zeiten der Sklaverei ein Licht für das bulgarische Volk“ gewesen sei. Er rief dazu auf, das Leben Christus zu widmen und Liebe zueinander zu pflegen, um der göttlichen Wahrheit näherzukommen. Der Abt des Klosters, Bischof Sioniy, dankte dem Patriarchen für seinen Segen und seine geistliche Führung.

Nach der Liturgie besichtigte Patriarch Daniil die Ikonenausstellung „Vergebung des Erzengels“ des Künstlers Andrej Janew im Kloster. Der Feiertag der „Verherrlichung der Heiligen Reliquien des Heiligen Euthymius, Patriarch von Tarnowo“ wurde erst 2023 in den Kalender der Bulgarisch-Orthodoxen Kirche aufgenommen. Das Kloster Batschkowo ist das zweitgrößte Kloster in Bulgarien und direkt dem bulgarischen Patriarchen unterstellt.

Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass Patriarch Daniil bei einem anderen Anlass an die Reinheit und Gottesliebe der Heiligen Paraskeva erinnerte.

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