Erzbischof Tichon: „Die Gottesmutter schützt uns mit ihrem Gebet“
Erzbischof Tichon segnet die Gemeinde zum Fest Mariä Schutz in der Heilig-Geist-Kirche in Lahr. Foto: Diözese
Erzbischof Tichon von Rusa leitete am Fest der Fürbitte der Allerheiligsten Gottesgebärerin (Mariä Schutz), dem 14. Oktober 2025, die Göttliche Liturgie in der russisch-orthodoxen Heilig-Geist-Kirche im badischen Lahr. Der Administrator der Diözese Berlin und Deutschland der Russischen Orthodoxen Kirche des Moskauer Patriarchats (ROK) rief zur vertrauensvollen Hinwendung an die Gottesmutter auf – als Quelle des Trostes und der geistlichen Hilfe in schwierigen Zeiten. Darüber berichtete die Diözese auf ihrer Webseite.
In seiner Predigt hob Erzbischof Tichon die doppelte Bedeutung des Festes Mariä Schutz hervor – sowohl als historisches Ereignis als auch als geistliche Realität. Der Schutz der Mutter Gottes, so der Hirte, sei ein bleibendes Zeichen ihrer Fürbitte für alle Gläubigen. Die Erscheinung im 10. Jahrhundert – verbunden mit dem Bild, wie sie ihr Omophorion schützend über das Volk ausbreitet – sei ein Sinnbild dafür, dass sie auch heute all jene nicht verlässt, die sie mit aufrichtigem Glauben anrufen.
Das Fest erinnere an die Kraft des Gebets zur Gottesmutter, die nicht nur hilft, sondern heilt und rettet. „Wenn du nicht im Gebet vor uns stündest – wer würde uns von so vielen Nöten erlösen?“, zitierte der Bischof aus der Liturgie. Um ihrer Fürsprache würdig zu sein, bedürfe es eines demütigen, gläubigen Herzens, das sich – wie einst in der Not von Konstantinopel – in der Hoffnung dem Willen Gottes anvertraue.
Am Ende der Liturgie gratulierte Erzbischof Tichon Erzpriester Wladislaw Dichanow und den Gläubigen zum Fest, sprach väterliche Worte der Ermutigung und rief zur Nachfolge der Gottesmutter im Glauben auf. Erzpriester Wladislaw dankte dem Erzbischof für seinen Besuch und das gemeinsame Gebet. Die Feier endete mit einem festlichen Mahl für alle Teilnehmer.
Die UOJ berichtete zuvor, dass Erzbischof Tichon die Gemeinden im Westdekanat besucht hatte.
Lesen Sie auch
Sava-Akademie im serbisch-orthodoxen Kloster Himmelsthür gefeiert
Priester Danilo Topalović gab geistliche Impulse zu Identität, Sprache und Glauben in der Diaspora
Patriarch Porfirije: „Demut entgeht jeder dämonischen Falle“
Predigt zum Sonntag des Zöllners und des Pharisäers als Auftakt zur Vorbereitung auf die Große Fastenzeit
Bischof Johannes von Branitsa gedachte der Opfer des kommunistischen Regimes
Der Erste Vikar des Metropoliten von Sofia verband das Gedenken an die Verfolgten mit einem geistlichen Ruf zu Demut, Umkehr und ehrlicher Selbstprüfung
Metropolit Grigorije rief zu Verantwortung und geistlicher Wachsamkeit auf
Fest des serbischen Nationalheiligen Sava in der Düsseldorfer Kathedrale gefeiert
Metropolit Joanikije besuchte in Bulgarien das Sava-Grab
Der Metropolit von Montenegro war zu einem mehrtägigen Besuch in Bulgarien und besuchte das Grab des hl. Sava in Veliko Tarnowo.
Bischof Irenei zelebrierte Liturgie zum Fest des Heiligen Sava in Birmingham
Göttlicher Dienst am Sonntag des Zöllners und des Pharisäers in der Lazarica-Kirche