„Der christliche Glaube hat auch im deutschen Lande Wurzeln geschlagen“

Erzbischof Tichon von Ruza (ROK, l.) und Vikarbischof Hiob von Stuttgart (ROKA, r.) standen der Liturgie und der gemeinsamen Pastoralkonferenz vor. Foto: Der Bote

Der zweite Tag der gemeinsamen Pastoralkonferenz der deutschen Diözesen der Russischen Orthodoxen Kirche des Moskauer Patriarchats (ROK) und der Russischen Orthodoxen Kirche im Ausland (ROKA) in Krefeld begann am Freitag, dem 3. Oktober 2025, mit der Feier der Göttlichen Liturgie in der Kirche der heiligen Großmärtyrerin Barbara. Der Liturgie standen Erzbischof Tichon von Ruza, leitender Bischof der Berliner Diözese des Moskauer Patriarchats, sowie Vikarbischof Hiob von Stuttgart (ROKA) vor.

Erzpriester Ilya Limberger (ROKA, Stuttgart) referierte im Rahmen der Tagung zum Thema „Das Mysterium der Beichte – Herausforderungen und Lösungsansätze in der heutigen Praxis“. Priester Alexej Veselov von der gastgebenden russisch-orthodoxen Gemeinde in Krefeld (ROK) sprach zum Thema „Ekklesiologie: Die Grenzen der Kirche und ihre praktische Bedeutung“.

Wie von der UOJ berichtet, segnete Erzbischof Tichon von Ruza eine neue Ikone der Synaxis Heiliger der Deutschen Lande. Sie wird künftig in der Auferstehungskathedrale in Berlin zur Verehrung aufgestellt. Am 3. Oktober, dem Tag der Deutschen Einheit, wird von orthodoxen Christen in Deutschland das Fest aller Heiligen der Deutschen Lande begangen.

Priester Roman Bannack (ROK, Dresden) würdigte in seiner Predigt die frühen Heiligen des heutigen Deutschlands im ersten Jahrtausend der damals ungeteilten Kirche. Die Heiligen hätten ein „festes Fundament gelegt“ für den Aufbau der Kirche und teils ihr Leben dafür hingegeben. „Sie alle zeigen uns das lebendige Zeugnis, dass der christliche Glaube auch im deutschen Lande Wurzeln geschlagen hat“, so der Geistliche. Und weiter: „Heiligkeit ist weder durch eine Volkszugehörigkeit noch durch eine Sprache beschränkt.“

Getrennt vom ROKA-Klerus hielt die Diözese des Moskauer Patriarchats zudem in Krefeld ihre Diözesanversammlung ab. Nach der Wahl des Präsidiums und des Sekretariats wandte sich Erzbischof Tichon von Ruza mit einem Bericht über das Leben der Diözese in den Jahren 2024 und 2025 an die Zuhörer.

An der Sitzung nahmen der Sekretär des Diözesanrates, Hegumen Maxim (Schmidt), und der Vorsitzende des Diözesangerichts, Erzpriester Michail Dronow, teil, die Berichte über die Tätigkeit des Diözesanrates und des Diözesangerichts vorstellten. Dann fand die Wiederwahl der Mitglieder der Gremien statt.

Zum Abschluss der Diözesanversammlung wurden die neu gewählten Mitglieder des Diözesangerichts vereidigt.

Weitere Fotos und Videos der Veranstaltungen sind auf der ROK-Webseite sowie im Telegram-Kanal der ROKA zu finden.

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