Patriarch Daniel: „Kirchenmusik ruft zur Verherrlichung Gottes auf“

Der Patriarch sprach zum Festivalende, bei dem sich die ausgezeichneten Chöre in einem festlichen Konzert präsentierten. Foto: Patriarchat
Patriarch Daniel hob am Dienstagabend, dem 30. September 2025, in Bukarest die geistliche und kulturelle Bedeutung orthodoxer Liturgiegesänge hervor. In seiner Rede in der Aula Magna „Patriarch Teoctist“ zum Abschluss des nationalen Kirchenmusik-Festivals „Lobet den Herrn!“ betonte er, dass die Kirchenmusik nicht nur Gott verherrlicht, sondern auch zur inneren Heilung und zur Stärkung zwischenmenschlicher Beziehungen beiträgt. Darüber berichtete das Patriarchat auf seiner Webseite.
Patriarch Daniel erinnerte in seiner Ansprache an die Worte des Psalms 146,1 – „Lobet den Herrn, denn es ist gut zu singen; unserem Gott ist das Lied wohlgefällig“ – und erklärte, dass Kirchenmusik mit biblischen und hymnografischen Texten „die Freude des Bekenntnisses des gekreuzigten und auferstandenen Christus“ in sich trage. Sie sei Ausdruck der Dankbarkeit für Gottes Gaben und ein Mittel zur Pflege des Glaubens.
Der Patriarch verwies auf Patriarch Miron Cristea, der 1928 die Akademie für religiöse Musik gründete, um das liturgische Erbe Rumäniens zu bewahren. Nach der Abschaffung dieser Institution durch das kommunistische Regime 1948 sei es der Kirche gelungen, nach 1989 die musikalische Bildung wieder aufzubauen und weiterzuentwickeln.
Der seit 2008 jährlich organisierte Festival-Wettbewerb „Lobet den Herrn!“ fördert die authentische Ausführung liturgischer Musik. In diesem Jahr nahmen Chöre aus theologischen Bildungseinrichtungen und Kathedralen teil. Neben Interpretationen standen auch Neukompositionen im Fokus – etwa auf Basis des Troparion aus dem Te-Deum oder im Gedenken an rumänische Glaubenszeugen des 20. Jahrhunderts.
Zum Festivalende präsentierten sich die ausgezeichneten Chöre in einem festlichen Konzert, begleitet von einer Ausstellung rumänischer Musikdrucke und einer Fachkonferenz. Am kommenden Festtag des Schutzes der Gottesmutter werden die Chöre in Bukarest die Göttliche Liturgie musikalisch begleiten – als Zeichen, dass einstimmige und chorale Kirchenmusik „eine Quelle des Friedens, der Freude und der Liebe“ sei.
Die UOJ berichtete zuvor, dass die Rumänisch-Orthodoxe Kirche ihren Katechismus erstmals auf Deutsch veröffentlicht hat.
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