Heilige Reliquien an rumänisch-orthodoxe Gemeinde Gotha übergeben

Metropolit Serafim (l.) und Weihbischof Dr. Reinhard Hauke (M.) bei der feierlichen Übergabe der Reliquien in der Krypta des Erfurter Doms.

Wenige Tage vor dem Fest Mariä Schutz erhielt die rumänisch-orthodoxe Gemeinde in Gotha am 27. September 2025 Reliquien der heiligen Eugenia sowie von jungfräulichen Märtyrerinnen aus Köln – darunter Gefährtinnen der heiligen Ursula. Dies teilte die deutsche Metropolie der Rumänisch-Orthodoxen Kirche mit Sitz in Nürnberg auf ihrer Webseite mit.

Im Rahmen einer feierlichen Übergabe in der Krypta des katholischen Erfurter Doms empfing Metropolit Serafim von Deutschland, Mittel- und Nordeuropa von Bischof Dr. Reinhard Hauke ein Fragment der Reliquien der heiligen Eugenia sowie ein weiteres der Gefährtinnen der heiligen Ursula. Diese starben der Überlieferung nach im 4. Jahrhundert als Märtyrerinnen in Köln.

Anschließend sangen die Geistlichen das Troparion der heiligen Märtyrer vor dem Reliquiar, das zahlreiche frühchristliche Reliquien beherbergt – darunter die des Apostels Matthäus und der heiligen Kosmas und Damian.

Am Folgetag feierte die Gemeinde in Gotha mit zahlreichen Klerikern das Patronatsfest der Kirche „Mariä Schutz“ mit einer feierlichen Göttlichen Liturgie. In der Predigt hob Erzpriester Ioan Forga die geistliche Bedeutung des Kreuztragens hervor. Der Mensch müsse lernen, seinem eigenen schwachen Verstand zu misstrauen und sich stattdessen ganz dem Wort Gottes anzuvertrauen. Dies zeige sich beispielhaft im Gehorsam des Apostels Petrus gegenüber dem Ruf Christi: „Herr, auf dein Wort hin werde ich die Netze auswerfen.“ Auch heute sei es möglich, christlich zu leben – selbst in einer heidnisch geprägten Welt. Der Glaube schenke Mut, Reinheit und Orientierung.

Die UOJ berichtete zuvor, dass die Rumänisch-Orthodoxe Kirche ihren Katechismus erstmals auf Deutsch veröffentlicht hatte.

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