Metropolit Grigorije: „Wir sind alle Ikonen und Abbilder Gottes“
Metropolit Grigorije rief dazu auf, im Gegenüber ein Ebenbild Gottes zu sehen. Foto: eparhija-nemacka.com
Am Sonntag, dem 14. September 2025, zelebrierte Metropolit Grigorije, Bischof der Serbisch-Orthodoxen Eparchie von Düsseldorf und ganz Deutschland, mit dem Segen von Metropolit Joanikije von Montenegro und der Küste die Heilige Liturgie in der St.-Nikolaus-Kirche in Kotor, Montenegro. Darüber berichtete die Eparchie auf ihrer Webseite.
In seiner Predigt zum Evangelium sprach Metropolit Grigorije über die Gegenwart Christi im Alltag und im Mitmenschen. Er erinnerte daran, dass Christus nicht als außergewöhnlicher Asket erschien, sondern als gewöhnlicher Mensch unter gewöhnlichen Menschen – und dass auch wir berufen sind, Gottes Geist in uns zu tragen. Die Menschen damals hätten Jesus abgelehnt, weil sie ihn zu gut zu kennen glaubten – ein Fehler, der sich bis heute wiederhole, wenn wir Gott nicht im Nächsten erkennen.
Das „Gnadenjahr des Herrn“, von dem Jesus in der Synagoge sprach, sei keine historische Zeitspanne, sondern die Gegenwart Gottes in der Welt – ein immerwährender Zustand der Barmherzigkeit, Vergebung und Heilung. Wer mit offenem Herzen in die Kirche komme, solle lernen, in jedem Menschen ein Abbild Christi zu sehen: „Wenn ich ihn verletze, verletze ich Christus“, betonte der Metropolit.
Metropolit Grigorije rief die Gläubigen auf, ihren Glauben zu vertiefen und ihr Leben nicht nur im Hören der Liturgie, sondern in tätiger Nächstenliebe zu gestalten. Denn das wahre „Gnadenjahr“ beginne dann, wenn wir einander mit den Augen Christi sehen.
Die UOJ berichtete zuvor, dass Metropolit Grigorije in Hildesheim zum materiellen Verzicht aufgerufen hatte.
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