Österreichische Delegation stärkt Kontakte zur syrisch-orthodoxen Kirche in der Südosttürkei

Neben den vielen Begegnungen mit Mönchen, Priestern und Bischöfen erlebten die Besucher aus Österreich die Klöster als Orte der Kontinuität. Foto: Pro Oriente

Neben den vielen Begegnungen mit Mönchen, Priestern und Bischöfen erlebten die Besucher aus Österreich die Klöster als Orte der Kontinuität. Foto: Pro Oriente

Eine Delegation der „Initiative Christlicher Orient“ (ICO) und der Salzburger Stiftung „Pro Oriente“ hat Anfang September christliche Gemeinden im Südosten der Türkei besucht – einem geschichtlich bedeutsamen Gebiet am Oberlauf des Tigris. Darüber berichtete die Katholische Presseagentur „kathpress“ auf ihrer Webseite.

Höhepunkt war die Teilnahme am Patronatsfest des Klosters Mor Gabriel, einem der ältesten syrisch-orthodoxen Klöster der Welt, gegründet 397. Mehr als 1.000 Gläubige – viele davon aus der europäischen Diaspora – nahmen an der Feier teil, der Patriarch Mor Ignatius Ephräm II., geistliches Oberhaupt der Syrisch-Orthodoxen Kirche, vorstand.

Begleitet wurde die Reise u. a. von Erzabt em. Korbinian Birnbacher, ICO-Obmann Slawomir Dadas und Robert Luckmann von „Pro Oriente“ Salzburg. Sie zeigten sich beeindruckt von der spirituellen Lebendigkeit der Gemeinden, der generationenübergreifenden Teilnahme an der Liturgie und der tiefen Verwurzelung der Gläubigen trotz schwieriger Rahmenbedingungen.

Die Begegnungen machten deutlich, wie sehr die Christen der Region die Verbindung zu Glaubensgeschwistern im Westen schätzen. Besonders junge Menschen engagieren sich in Sommerschulen, um Sprache, Liturgie und Tradition weiterzutragen. Die Delegation betonte, dass solche Besuche nicht nur Zeichen der Solidarität seien, sondern auch dem gegenseitigen geistlichen Austausch dienten.

Die türkische Regierung geht seit mehreren Jahren mit Verboten und Gerichtsverfahren gegen das Kloster und die syrisch-orthodoxe Minderheit im Land vor.

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