Die Kirche im orthodoxen Dreifaltigkeitskloster Buchhagen hat ein Dach bekommen

Mönche und Handwerker waren in den vergangenen Wochen fleißig und haben das Dach der Klosterkirche regendicht gemacht. Foto: Dreifaltigkeitskloster

Der Kirchenbau im Deutschen Orthodoxen Dreifaltigkeitskloster in Buchhagen schreitet sichtbar voran. Im Sommer wurde unter tatkräftiger Mithilfe der Mönche das Dach gedeckt. Darüber berichtete das Kloster auf seiner Webseite.

Im Mai waren einige Wandergesellen gekommen, um den Dachstuhl für das Hauptschiff, den Altar und das Querschiff zu richten. Rechtzeitig vor dem großen Regen waren alle Sparren aufgerichtet und die Dachfläche verbrettert.

Das Turmdach hat mittlerweile eine Kupferdeckung erhalten und in den zurückliegenden Sommerwochen haben auf Sandstein-Dacheindeckungen spezialisierte Dachdecker aus dem nahegelegenen Negenborn das Dach regendicht gemacht.

Die Architekturpläne und Detailzeichnungen für Kloster und Kirche wurden von Altvater Johannes gefertigt. Den Sandstein für Säulen, Kapitelle und Gewände liefern ortsansässige Familienbetriebe. Für die Ausführung konnten Bildhauer gewonnen werden, die bereits an der Dresdner Frauenkirche und am Berliner Schloss gearbeitet haben.

Die anspruchsvollen Maurerarbeiten – die Kirche besteht überwiegend aus Rundbögen, Kuppeln und Nischen – werden von den Mönchen und freiwilligen Helfern selbst ausgeführt. Verwendung finden ausschließlich natürliche Materialien, wie man sie seit Jahrhunderten im Weserbergland verwendet: Sandstein, Ziegel und Holz.

Die Architektur des Tempels soll die liturgischen Anforderungen der rechtehrenden Kirche mit der Formensprache der altsächsischen Vorromanik, wie sie für Sakralbauten im Weserbergland prägend ist, vereinen, so Abt Johannes.

Das Deutsche Orthodoxe Dreifaltigkeitskloster Buchhagen im niedersächsischen Landkreis Holzminden ist das einzige Kloster der bulgarischen-orthodoxen Metropolie von West- und Mitteleuropa und sieht sich in der Tradition der Athosklöster. Der Klosterbau in Buchhagen begann 1990. 

Neben der Pflege der byzantinischen Liturgie haben sich die Mönche dem liturgischen Gesang in deutscher Sprache verschrieben (deutscher Choral). Dieser Choralgesang wurde vom Abt des Klosters für den orthodoxen Gottesdienst in deutscher Sprache entwickelt. Der deutsche Choral greift den byzantinischen Gesang auf, wie er in den Athosklöstern und anderen monastischen Zentren der orthodoxen Kirche praktiziert wird.

Die UOJ veröffentlichte zuvor ein Interview mit den Mönchen des Klosters Buchhagen über die modernen Herausforderungen des Orthodoxen Christentums in Deutschland

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