Israelische Armee forderte Evakuierung griechisch-orthodoxer Kirche in Gaza-Stadt
Die griechisch-orthodoxe St.-Porphyrius-Kirche in Gaza Stadt war bereits in der Vergangenheit schweren Angriffen ausgesetzt gewesen. Foto: Wikipedia.
Die griechisch-orthodoxe Kirche St. Porphyrius im Viertel Zeitoun von Gaza-Stadt muss evakuiert werden. Das bestätigte ein Mitarbeiter des griechisch-orthodoxen Patriarchats von Jerusalem. Demnach habe das israelische Militär die Anweisung erteilt, das gesamte umliegende Gebiet zu verlassen. Darüber berichtete die „taz“ auf ihrer Webseite.
Die Anordnung steht im Zusammenhang mit der angekündigten israelischen Großoffensive auf Gaza-Stadt. Immer mehr Stadtteile werden zu Sperrzonen erklärt. Seit Kriegsbeginn hatten Hunderte Menschen, vor allem Christen, Schutz auf dem Gelände der Kirche gefunden, das bereits mehrfach durch Raketenangriffe beschädigt wurde. Die Gemeinde versorgte die Geflüchteten mit dem Nötigsten – nun stehen sie erneut vor der Flucht.
Der griechisch-orthodoxe Patriarch Theophilos III. von Jerusalem und der lateinische Patriarch von Jerusalem, Pierbattista Pizzaballa, warnten in einer gemeinsamen Erklärung vor einer Vertreibung der verbliebenen Zivilbevölkerung: „Gaza Stadt zu verlassen und zu versuchen, in den Süden zu fliehen, käme einem Todesurteil gleich“, erklärten sie.
Israelische Militärsprecher betonen, im Süden gebe es ausreichend Platz und Hilfsgüter. Doch Berichte der Vereinten Nationen widersprechen dem: Nur ein Bruchteil der Hilfslieferungen erreiche überhaupt ihr Ziel, viele würden geplündert oder auf Schwarzmärkten verkauft. Auch an Material zur Notunterbringung mangelt es – deutlich weniger Zelte und Planen erreichen derzeit den Süden als noch zu Beginn des Jahres.
Die Lage für die verbliebenen Bewohner von Gaza-Stadt, darunter viele Schutzsuchende in religiösen Einrichtungen, wird damit zunehmend ausweglos. Der Druck zur Flucht wächst – trotz fehlender Sicherheit auf dem Weg und unklarer Perspektiven im Süden.
Die UOJ berichtete zuvor, dass der Patriarch von Jerusalem die US-Behörden dazu aufgerufen hatte, sich für die Christen in der Region einzusetzen.
Lesen Sie auch
DOM-Gesellschaft widmet ihre Sommertagung dem Thema der Beichte
Orthodoxe Geistliche aus verschiedenen Diözesen berieten im Kloster Unterufhausen über Schuld, Scham, Reue, Buße und geistliche Begleitung.
27. September – Fest der Erhöhung des Kreuzes des Herrn
Die Gläubigen erinnern an die Auffindung des Kreuzes Christi und seine Rückkehr aus persischer Gefangenschaft nach Jerusalem.
Bischof Jovan von Pakrac besuchte serbisch-orthodoxe Gemeinde in München
Der dreitägiger Besuch verband Liturgie, Theologie, Kultur und Erinnerung an die Opfer von Jasenovac.
Bibel-Influencer in Wien verprügelt und zu Video gezwungen
18-Jähriger berichtete von Angriff durch zwei Jugendliche in Favoriten – Polizei ermittelt wegen Nötigung und Körperverletzung.
Schweiz: Protestantische Hochschule verliert Akkreditierung wegen Frauenquote
Bundesverwaltungsgericht bestätigte den Entzug der Akkreditierung für die Staatsunabhängige Theologische Hochschule Basel.
In Nigeria töten Fulani-Milizen 15 weitere Christen innerhalb einer Woche
Bewaffnete Radikale verübten eine Reihe nächtlicher Angriffe und Hinterhalte auf sieben christliche Ortschaften in Nigeria.