Erzbischof von Sinai: Mein Leben ist nach Zusammenstößen im Kloster in Gefahr

Erzbischof Damian von Sinai. Foto: orthodoxia news agency

Am 27. August 2025 erklärte Erzbischof Damian von Sinai in einer Videobotschaft, dass sein Leben nach Zusammenstößen im Kloster der Heiligen Katharina in Gefahr sei. Der Hierarch wandte sich an die Regierungen Ägyptens und Griechenlands mit der Bitte um Schutz. Darüber berichtet die Zeitung RNN.

„Ich wende mich an Ägypten und Griechenland, mich vor einer möglichen Bedrohung zu schützen. Ich sage dies an einem Tag, an dem sich die gesamte orthodoxe Welt darauf vorbereitet, die Entschlafungx der Gottesmutter zu feiern, und auch in unserem Kloster wird dieses große Fest begangen“, sagte der Erzbischof. Er betonte, dass die vertriebenen Mönche vor den Toren des Klosters bleiben und versuchen, wieder hineinzukommen, während die Bruderschaft unter seiner Führung sich einschließen musste, um neue Zusammenstöße zu vermeiden.

Später teilte der Erzbischof mit, dass die griechische Regierung Kontakt zu ihm aufgenommen habe. „Die griechische Regierung hat sich am 27. August mit mir in Verbindung gesetzt, und ich habe sie über die Situation im Kloster sowie über meinen Gesundheitszustand und den der Mönche, die sich in meiner Nähe befinden, informiert“, sagte Damian. Er bedankte sich bei Athen und den Gläubigen aus aller Welt für ihre Unterstützung: „Ihre einhellige Unterstützung ist unser unerschütterlicher Rückhalt.“

Die ägyptischen Behörden haben bisher noch keine offiziellen Erklärungen zur Verschärfung der Lage rund um das Kloster der Heiligen Katharina abgegeben. Unterdessen behaupten die vertriebenen Mönche, dass die Polizei und die Mitarbeiter der Staatssicherheit, die vor dem Kloster anwesend waren, sich tatsächlich auf ihre Seite gestellt und verlangt hätten, sie hinein zu lassen.

In Athen wurde bestätigt, dass man in einem offenen Dialog mit dem Erzbischof von Sinai steht und die Entwicklung der Krise aufmerksam verfolge. Die griechische Regierung erklärte, dass sie dem Erhalt des Klosters der Heiligen Katharina als Heiligtum der Orthodoxie und Denkmal des Weltkulturerbes höchste Bedeutung beimisst.

Zuvor hatte die UOJ die Worte von Erzbischof Damian zitiert, dass das Katharinenkloster zu seinem normalen Leben zurückgekehrt sei.

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