Erzbischof Tichon: „Das Licht der Verklärung soll auch unser eigenes Licht werden“
Erzbischof Tichon predigte in Berlin: „So wie die Apostel Christi Wachstum und Stärkung im Glauben brauchten, so brauchen auch wir Wachstum und Stärkung im Glauben, besonders in unseren Tagen voller Sorgen und Prüfungen.“ Foto: rokmp.de
Am 26. August 2025, dem Abschlusstag des Festes der Verklärung des Herrn und dem Gedenktag des heiligen Tichon von Sadonsk, zelebrierte Erzbischof Tichon von Ruza, Administrator der Diözese Berlin und Deutschland der Russisch-Orthodoxen Kirche, die Göttliche Liturgie in der Auferstehungskathedrale in Berlin. Darüber berichtete die Diözese auf ihrer Webseite.
In seiner Predigt erinnerte Erzbischof Tichon an die Verklärung Christi auf dem Berg Tabor als Offenbarung göttlicher Herrlichkeit, die den Glauben der Jünger in der bevorstehenden Passion stärken sollte. Auch heute, so der Erzbischof, benötigten Christen Glaubensstärkung angesichts vielfältiger Prüfungen. Das Evangelium sei dabei Maßstab und Orientierung für Denken, Handeln und Leben.
Besonders hob er hervor, dass jede christliche Seele durch Versuchungen und Leiden gehen müsse, damit „das Licht der Verklärung zu ihrem eigenen Licht“ werde. Die geistliche Reifung vollziehe sich gerade in den Herausforderungen des Lebens. Wie damals die Stimme Gottes die Jünger aufforderte, auf Christus zu hören, so gelte dieser Ruf auch heute jedem Gläubigen – als Einladung zu einem Leben in enger Gemeinschaft mit Gott.
„Das Licht der Verklärung soll auch unser eigenes Licht werden“, sagte der Erzbischof. Er rief dazu auf, das eigene Leben und das der Nächsten bewusst in Gottes Hände zu legen und die Ewigkeit und das Heil der Seele stets vor Augen zu behalten.
Die UOJ berichtete zuvor, dass Erzbischof Tichon am Fest der Auffindung des Heiligen Kreuzes den neuen Honig weihte.
Lesen Sie auch
Der reiche Jüngling und die „eiserne Mauer“ des Eigenwillens
Priester Matthias Fröse deutete das Evangelium als Aufruf, die Bindungen des eigenen Herzens zu erkennen und sich von Christus verwandeln zu lassen.
Erzbischof Tichon zelebrierte zum Festabschluss der Verklärung des Herrn
Der Administrator der Berliner Diözese feierte gemeinsam mit Geistlichen die Göttliche Liturgie und empfing eine Kindergartengruppe.
Bischof Hiob von Stuttgart traf Metropolit Antonius in Moskau
Der Vorsitzende des Außenamtes des Moskauer Patriarchats empfing den Bischof der Russischen Orthodoxen Kirche im Ausland zu einem Gespräch.
Bauarbeiten für rumänisch-orthodoxe Kirche in Düsseldorf haben begonnen
Nach der Weihe des Grundsteins im Mai starteten auf dem Grundstück am Werstener Feld nun die Fundamentarbeiten für den Kirchenneubau.
Erzbischof Tichon würdigte Erzbischof Longin zum 12. Todestag
Der Administrator der Berliner Diözese erinnerte an den langjährigen Leiter der russisch-orthodoxen Vertretung in Deutschland und dessen Aufruf zum Frieden.
Internationales Treffen der Orthodoxen Jugend kehrt nach Bukarest zurück
Rund 2.400 junge Orthodoxe aus Rumänien und der Diaspora werden Ende August zum ITO 2026 in der rumänischen Hauptstadt erwartet.