Erzbischof Tichon rief in Berlin zur radikalen Vergebung auf
Erzbischof Tichon von Ruza (M.) weihte in Berlin Wolfgang Wünsch zum Diakon, links Erzpriester Michail Rahr. Foto: rokmp.de
Am 11. Sonntag nach Pfingsten, dem 24. August 2025, zelebrierte Erzbischof Tichon von Ruza, Administrator der Diözese Berlin und Deutschland der Russisch-Orthodoxen Kirche (ROK), die Göttliche Liturgie in der Auferstehungskathedrale in Berlin. Darüber berichtete die Diözese auf ihrer Webseite.
In seiner Predigt zum Sonntagsevangelium über das Gleichnis vom unbarmherzigen Knecht (Mt 18,23–35) betonte Erzbischof Tichon, dass wahre Vergebung eine zwingende Voraussetzung für die göttliche Barmherzigkeit sei. „Unsere sündige Schuld gegenüber Gott ist unendlich groß – sie kann nur durch Reue und durch unsere eigene Bereitschaft zur Vergebung getilgt werden“, sagte der Erzbischof. Wer selbst keine Vergebung gewähre, könne auch keine von Gott erwarten.
Anhand biblischer und monastischer Beispiele zeigte der Erzbischof, wie verhängnisvoll Unversöhnlichkeit sei – nicht nur für das eigene Seelenheil, sondern auch für die Beziehung zu Gott. In seiner Mahnung schloss er mit den Worten: „Vergeben wir, bevor der Tod an unsere Tür klopft. Denn jenseits der Pforten des Todes gibt es keine Gelegenheit mehr zur Vergebung – weder zu geben, noch zu empfangen.“
Im Rahmen des Gottesdienstes nahm Erzbischof Tichon die Diakonweihe von Gregor (Wolfgang) Wünsch, Doktor der Theologie an der Humboldt-Universität zu Berlin, vor.
Mit Erzbischof Tichon konzelebrierten in Berlin der Dekan des Dekanats Ost, Erzpriester Georgi Antonjuk, Erzpriester Michail Rahr (Weimar), Erzpriester Ilja Tschirin, Mönchpriester Hilarion (Reznichenko), Erzdiakon Witalij Sadakow, Erzdiakon Archil Chkhikvadze und Diakon Andrej Guwa (Mainz).
Die UOJ berichtete zuvor, dass Erzbischof Tichon am Fest der Auffindung des Heiligen Kreuzes den neuen Honig weihte.
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