Rumänische Kirche reagiert auf den Aufruf der Ukraine zur Anerkennung der OKU

Konferenzsaal des Rumänischen Patriarchats. Foto: Basilika

Das Rumänische Patriarchat reagierte auf den Aufruf des ukrainischen Botschafters Igor Prokoptschuk zur Anerkennung der OKU, den dieser nach dem Versuch des Gebildes des Dumenko die Heilig-Geist-Kathedrale in Czernowitz zu besetzen, geäußert hatte. Die Rumänische Kirche erläuterte ihre Position in der rumänischen Zeitung „Stiripesurse“.

In der Zeitung heißt es: „Das Rumänische Patriarchat betonte die feindselige Haltung des ukrainischen Staates gegenüber rumänischen Gläubigen in der Ukraine durch die Missachtung des Rechts auf Glaubensbekenntnis, was im völligen Widerspruch zur Haltung des rumänischen Staates gegenüber ukrainischen Gläubigen in Rumänien steht.“

Das Patriarchat betonte, dass die Position der Synode der Rumänischen Kirche vom 21. Februar 2019 in Bezug auf die OKU weiterhin relevant sei. Dort hieß es insbesondere: „Seit fast 30 Jahren ist das Problem des Schismas in der Ukraine ungelöst, und es gab keinen Appell an eine panorthodoxe Vermittlung, wie dies im Fall des Schismas in Bulgarien der Fall war.“

Das Patriarchat erinnerte außerdem daran, dass der Beschluss der Synode die Einberufung eines panorthodoxen Konzils für den Fall vorsah, dass die Bildung der OKU das ukrainische Problem nicht lösen sollte.

Die Rumänische Kirche betonte: „Gespräche mit dem rumänisch-orthodoxen Klerus und den Laien in der Ukraine haben gezeigt, dass die meisten von ihnen einen möglichen Übergang in die Jurisdiktion der Orthodoxen Kirche der Ukraine entschieden, wenn auch mit Befürchtungen, ablehnen.“

Die ROK erklärt, dass die Anerkennung der OKU „automatisch zu verstärktem Druck (auf die rumänischen Gläubigen der UOK – Anm. d. Red.) seitens der ukrainischen Behörden führen wird, um sie zu zwingen, sich der Jurisdiktion von Metropolit Epiphanius zu unterstellen.“

Das Patriarchat kritisierte die ukrainischen Behörden zudem für ihre Weigerung, die religiöse Vereinigung (Verwaltung) der Rumänisch-Orthodoxen Kirche der Ukraine zu registrieren.

Darüber hinaus erscheinen die Versprechen der ukrainischen Behörden, die Durchführung von Gottesdiensten in rumänischer Sprache zu gewährleisten, unhaltbar, insbesondere angesichts der Tatsache, dass dieselben Behörden sich rühmen, den ersten Gottesdienst in ukrainischer Sprache in der illegal beschlagnahmten Kirche in Czernowitz abgehalten zu haben, an deren Fassade in rumänischer Kyrillischschrift die Inschrift „Eine von drei Hypostasen – Gott“ steht. Eine solche Situation wirft ernsthafte Fragen hinsichtlich der Aufrichtigkeit und Integrität ihres Handelns auf“, erklärte die ROK.

Nach Angaben der UOJ in Rumänien findet in den kommenden Tagen eine Synode der Rumänischen Kirche statt, bei der schwierige Entscheidungen bezüglich der OKU erwartet werden.

Es sei wohl gemerkt, dass die Rumänische Kirche bat Patriarch Bartholomäus 2019 um Klärung des Problems der nichtkanonischen Hierarchen und Priester, die dem Kiewer Patriarchat angehörten.

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