Die Kirche feiert die Übertragung der Reliquien des Heiligen Nikolaus des Wundertäters
Ikone der Überführung der Reliquien des Heiligen Nikolaus. Foto: Open Source
Am 22. Mai (9. Mai nach dem julianischen Kalender) feiert die Kirche die Überführung der Reliquien des Heiligen Nikolaus von Myra in Lykien, einem der meist verehrten orthodoxen Heiligen.
Als Erzbischof von Myra in Lykien, der im 4. Jahrhundert lebte, wurde er für seine Wunder, seine Barmherzigkeit und seine Fürbitte für die Menschen berühmt. Seine Verehrung verbreitete sich weit über den christlichen Osten hinaus – weltweit sind dem Heiligen Tausende von Kirchen geweiht.
Nach dem Tod des Heiligen ruhten seine Reliquien lange Zeit in der Stadt Myra in der heutigen Türkei. Im 11. Jahrhundert, als jenes Land von den Seldschuken bedroht war, beschlossen italienische Kaufleute aus Bari, die heiligen Reliquien an einen sicheren Ort zu überführen. Sie schmuggelten die Reliquien aus Myra und überbrachten sie feierlich nach Bari, wo eine eigene Basilika für die Reliquie errichtet wurde.
An diesem Tag finden in orthodoxen Kirchen Gottesdienste statt, bei denen Gläubige den Heiligen Nikolaus um Hilfe und Fürsprache bitten. Der Heilige wird besonders als Schutzpatron der Reisenden, Seeleute, Kinder und aller Schutzbedürftigen verehrt.
Im Volksmund wird der Feiertag auch „Sommer-Nikolo“ genannt, im Gegensatz zum Winterfest zum Gedenken an den Heiligen, das am 19. Dezember gefeiert wird.
Die UOJ hat neulich über ungewöhnliche Fakten rund um den Heiligen Nikolaus berichtet.
Lesen Sie auch
Katechese-Wochenende in der rumänisch-orthodoxen Gemeinde Hamburg
Coliva, Bastelstunde und musikalischer Gruß zum 1. März prägten ein Gemeindewochenende zum Ferienbeginn in der Gemeinde Heiliger Johannes der Täufer
Metropolit Nikolaj leitete Liturgie und Ritus des Orthodoxie-Sonntags
Feier in der Synodalresidenz der Russischen Auslandskirche in New York
Vatikan warnte vor Transhumanismus als Widerspruch zum christlichen Menschenbild
Theologenkommission sieht in technischen Visionen der Überwindung von Krankheit, Alter und Tod eine Gefährdung der christlichen Anthropologie
Metropolit Irinej: „Ikonen drücken den Glauben an die Menschwerdung Gottes aus“
Der Geistliche betonte am Sonntag der Orthodoxie in Novi Sad die zentrale Bedeutung der Ikonenverehrung
DNA-Test stellte angebliche „Bluttränen“ von Trevignano infrage
Untersuchung brachte Verbindung zwischen Madonnenstatue und selbsternannter Seherin ans Licht.
Prozession zum Triumph der Orthodoxie fand in Palermo statt
Gläubige verschiedener Nationen bezeugten gemeinsam die Einheit im orthodoxen Glauben in Italien.