Kommission des Ministeriums für Kultur kam mit der Polizei an, um die Reliquien im Höhlenkloster zu „inventarisieren“

Die Polizei auf dem Gelände des Kiew-Petschersk-Klosters. Foto: Telegram-Kanal von Nikita Tschekman

Am Morgen des 28. März kam eine Kommission auf das Gelände der unteren Höhlen des Kiew-Petschersk-Klosters, um die heiligen Reliquien in den nahen Höhlen zu „inventarisieren und zu überprüfen“, wie der Anwalt des Klosters, Erzpriester Nikita Tschekman, berichtete. Begleitet von Mitarbeitern der Strafverfolgungsbehörden plant die Kommission, die Särge mit den Reliquien zu öffnen, sie zu zählen und Proben für DNA-Tests zu entnehmen. Ein Mitarbeiter des Reservats kam mit einem Winkelschleifer, um die Schlösser zu schneiden.


Für ähnliche Aktionen gingen die Mitarbeiter des Kulturministeriums auch in die fernen Höhlen des Klosters.

Zur Erinnerung: Der Erlass zur Gründung der Kommission wurde vom Kulturministerium am 5. März 2025 unterzeichnet. Laut diesem Dokument soll die Kommission bis zum 30. Mai die „Existenz der Überreste von Heiligen in den Gräbern der nahen und fernen Höhlen des Nationalreservats „Kiew-Petschersk-Kloster“ überprüfen“ sowie deren historische und wissenschaftliche Bedeutung bewerten. Im Falle der Entdeckung von Objekten, die unter die Kategorie kultureller Werte fallen, werden diese in spezielle Listen aufgenommen und für einen späteren Bericht verwendet.

Das Kulturministerium hat die Ergebnisse der Arbeit der Kommission als „Informationen mit eingeschränktem Zugang“ klassifiziert. Die Kommission wird von Wladimir Schornikow, dem Direktor der Abteilung für Schutz und Erhaltung des kulturellen Erbes, geleitet. Die Überwachung der Überprüfung erfolgt persönlich durch den Kulturminister Nikolaj Totschyzky.

Lesen Sie auch

Ellensburg: Bewaffneter Mann in orthodoxer Kirche überwältigt

Gemeindemitglieder verhindern mögliche Bluttat im US-Bundesstaat Washington

Kommunikation mit Teheraner Kardinal Dominique Mathieu abgebrochen

Seit Beginn der militärischen Eskalation zwischen Israel, den USA und dem Iran gibt es keinen Kontakt mehr zum katholischen Erzbischof von Teheran-Isfahan

England: Immobilieninvestor will geschlossene Kirchen kaufen und erhalten

Samuel Leeds ruft dazu auf, leerstehende Gotteshäuser zu melden – er ist von einer Re-Christianisierung überzeugt

Hilfswerk Open Doors: Christen im Iran nach Kriegsbeginn stärker bedroht

Wachsender Druck auf christliche Minderheit und zunehmender Repression gegen Konvertiten befürchtet

Bischof Irenei leitete Krankensalbung zur Fastenzeit in Lyon

Gemeinsamer Gottesdienst mit orthodoxen Geistlichen verschiedener Jurisdiktionen

Griech. Abgeordneter: Wer Priester in der Ukraine verprügelt, dient dem Teufel

Nikos Papadopoulos, Vorsitzender der Partei „Griechischer Puls“, verurteilte die Verfolgung orthodoxer Geistlicher in der Ukraine.