Magdeburger Staatsanwaltschaft nennt mögliches Motiv für Weihnachtsmarkt-Anschlag
Magdeburg nach dem Terroranschlag. Foto: Focus
In Deutschland dauern die Ermittlungen zu dem tödlichen Anschlag mit Fahrerflucht auf Besucher des Weihnachtsmarktes in Magdeburg an, berichtet Euro News. Der Staatsanwalt der Stadt, Horst Walter Nopens, nannte auf einer Pressekonferenz am Samstag ein mögliches Motiv für den Angriff: Der Verdächtige war unzufrieden mit der Behandlung saudischer Flüchtlinge in Deutschland.
Der Hauptverdächtige ist der 50-jährige Taleb Abdulmohsen, ein gebürtiger Saudi-Arabier, der seit 2006 in Deutschland lebt. Er war für seine islamfeindlichen Äußerungen bekannt. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft deuten erste Hinweise darauf hin, dass Unzufriedenheit mit der Flüchtlingssituation eine Grundvoraussetzung für die Straftat gewesen sein könnte.
„Im Moment deutet alles darauf hin, dass die Unzufriedenheit mit der Behandlung von Flüchtlingen aus Saudi-Arabien in Deutschland der Auslöser für die Tat war“, sagte Nopens.
Mindestens fünf Menschen wurden Opfer des Anschlags, mehr als 200 wurden verletzt. Unter den Opfern befindet sich ein 1972 geborener ukrainischer Staatsbürger, der sich in einer deutschen Klinik in schwerem Zustand befindet.
Der Vertreter des Außenministeriums der Ukraine Georgij Tichij sagte im sozialen Netzwerk X:
"Die Botschaft der Ukraine in der BRD und unsere Konsulen stehen in Kontakt mit der Klinik, in der sich das Opfer befindet, und leisten die notwendige Hilfe. Wir hoffen auf eine baldige Genesung unseres Bürgers“.
Unterdessen legen Magdeburger Bürgerinnen und Bürger Blumen nieder und zünden Kerzen an einer Gedenkstätte an, die in der Nähe des Weihnachtsmarktes errichtet wurde. Der Vorfall löste eine breite Resonanz aus und wurde zum Anlass für eine Diskussion über die Migrationspolitik und Sicherheitsfragen in Deutschland.
Wie die UOJ berichtet, fuhr am Abend des 20. Dezember in der deutschen Stadt Magdeburg ein Auto durch die Menschenmenge auf dem Weihnachtsmarkt. Zwei Menschen starben, darunter ein Kind. 68 Menschen wurden verletzt, 15 von ihnen schwer.
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