Metropolit Nikolaj zelebriert Patronatsfest der Kirche „Unerwartete Freude“
Der Ersthierarch erklärte zur Ikone: Wer um Vergebung bittet, soll gütig handeln und das geistliche Leben pflegen
Am 22. Dezember 2025, dem Fest der Empfängnis der Allerheiligsten Gottesgebärerin und der Ikone der Mutter Gottes „Unerwartete Freude“, besuchte Metropolit Nikolaj, Ersthierarch der Russischen Orthodoxen Kirche im Ausland (ROKA), die gleichnamige Kirche in Staten Island, New York, und zelebrierte dort die Göttliche Liturgie zum Patronatsfest der Gemeinde. Darüber berichtete die ROKA-Diözese Ostamerika auf ihrer Webseite.
Zahlreiche Gläubige aus der Region nahmen an der Liturgie teil, viele empfingen die Heilige Kommunion. Nach dem Gottesdienst hielten die Geistlichen ein Gebet vor der Festikone.
In seiner Predigt erklärte Metropolit Nikolaj die Botschaft der Ikone „Unerwartete Freude“: Auf der Ikone sieht man einen Sünder, für den die Mutter Gottes dreimal bei ihrem Sohn um Vergebung bittet. Ihr Sohn vergibt dem Sünder gnädig – ein Vorbild für alle Gläubigen: Wer um Vergebung bittet, soll nicht erneut sündigen, sondern gütig handeln, nur Gutes sprechen und Gott sowie die Kirche lieben.
Metropolit Nikolaj ermahnte außerdem, besonders in der Fastenzeit vor Weihnachten das geistliche Leben zu pflegen, das Jesuskind im Herzen zu empfangen und christlich-frömmig zu leben.
Die Gemeinde, 2008 gegründet, zählt aktuell 40 offizielle Mitgliedsfamilien, wächst jedoch stetig. Gottesdienste finden regelmäßig statt, zudem werden Bildungs- und Kulturangebote wie Sonntagsschule, Konzerte und Theaterstücke organisiert. Die Pfarrei plant Renovierungen und den Ausbau ihres Kirchengebäudes. Die Schwesternschaft bereitete nach der Liturgie ein Festmahl vor, bei dem der Austausch zwischen Klerus und Gläubigen fortgesetzt wurde.
Die UOJ berichtete zuvor, dass beim orthodoxen Winterseminar in München die Familie thematisch im Mittelpunkt stehen wird.