Heiliger Aureus: Bischof von Mainz und Märtyrer des Glaubens
Aureus und Justina: Die Geschwister kehrten der Überlieferung zufolge im 5. Jahrhundert nach Mainz zurück und starben dort als Märtyrer. Fotos: orthopedia.de
Die deutschsprachige orthodoxe Kirchengemeinde in Hannover, die zum Erzbistum der orthodoxen Gemeinden russischer Tradition in Westeuropa gehört, hat auf Instagram eine Videoreihe über die deutschen Heiligen des ersten Jahrtausends gestartet. In einem neuen Beitrag vom 26. September 2026 geht es diesmal um den heiligen Aureus, Bischof von Mainz.
Der heilige Aureus war um das Jahr 441 Bischof von Mainz und damit der erste namentlich bekannte Hirte der Stadt. In einer Zeit theologischer Auseinandersetzungen verteidigte er den orthodoxen Glauben gegen den Arianismus, eine im östlichen Römischen Reich entstandene theologische Strömung. Die Arianer vertrieben Aureus und seine Gemeinde aus Mainz.
Als die Hunnen um die Mitte des 5. Jahrhunderts die Stadt bedrohten, kehrte Aureus gemeinsam mit seiner Schwester, der heiligen Justina, nach Mainz zurück, um die verbliebene Bevölkerung zu unterstützen. Schließlich wurden Aureus, Justina und die noch verbliebenen rechtgläubigen Christen seiner Gemeinde von den Hunnen und deren arianischen Gefolgsleuten getötet. Aureus starb als Märtyrer am Altar seiner Kirche inmitten seiner Gemeinde.
Die Reliquien des heiligen Aureus werden heute im Mainzer Dom, in St. Alban zu Mainz und in Oberursel-Bommersheim verehrt, dort gemeinsam mit den Reliquien der heiligen Justina. Die Gemeinde erläutert in dem Beitrag auch die Lehre des Arianismus, nach der Christus als geschaffenes Wesen und nicht als wesensgleich mit Gott, dem Vater, angesehen wurde. Der heilige Aureus habe es als seine Aufgabe verstanden, dieser Lehre entgegenzutreten, und dafür sein Leben gegeben. Die Gemeinde verbindet die Darstellung mit einem Gebet um die Fürsprache des Heiligen, damit Christen ihren Glauben auch in schwierigen Situationen bekennen und verteidigen können.
Die UOJ berichtete zuvor, dass sich Bischof Sofian von Kronstadt mit rund 70 orthodoxen Jugendlichen bei Dresden getroffen hat.
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