Metropolit Serafim: „Mutig das Kreuz des Alltags tragen“

Metropolit Serafim predigte in der rumänisch-orthodoxen Kirchengemeinde „Hl. Johannes der Täufer“ und „Schutz der Gottesmutter“ in Trossingen-Villingen. Foto: Screenshot YouTube

Am Sonntag nach der Erhöhung des Heiligen Kreuzes, dem 20. September 2026, zelebrierte Metropolit Serafim von der Rumänisch-Orthodoxen Metropolie für Deutschland, Zentral- und Nordeuropa die Liturgie in der Kirchengemeinde „Hl. Johannes der Täufer“ und „Schutz der Gottesmutter“ in Trossingen im Landkreis Tuttlingen. In seiner Predigt erinnerte er an die Aufforderung Christi, sich selbst zu verleugnen, das eigene Kreuz auf sich zu nehmen und ihm nachzufolgen. Die Metropolie veröffentlichte dazu ein Video auf ihrem YouTube-Kanal.

Der Metropolit erläuterte in seiner Predigt, dass die Nachfolge Christi Demut und die Bereitschaft voraussetze, die eigenen Schwächen und Sünden zu erkennen. Das persönliche Kreuz umfasse die Schwierigkeiten, Versuchungen und Leiden des Lebens. Dabei seien die Gläubigen jedoch nicht allein: Christus begleite sie auch in ihren Prüfungen. Metropolit Serafim rief dazu auf, sich im Vertrauen auf Gottes Fürsorge nicht von Ängsten überwältigen zu lassen, sondern im Gebet und im Glauben auszuharren.

Zudem betonte er die Aufgabe der Kirche, die Gläubigen zu einer geistlichen Familie zusammenzuführen, sie im Gebet und in den Sakramenten zu stärken und zur Nächstenliebe anzuleiten. Im Blick auf das Jüngste Gericht erinnerte er daran, dass Christus die guten Werke an den Mitmenschen als ihm selbst erwiesen betrachte. Abschließend ermutigte der Geistliche die Gläubigen, das Kreuz des Alltags mutig zu tragen, ihre Gebete zu vermehren und an der Gemeinschaft der Kirche festzuhalten.

Die UOJ berichtete zuvor, dass rund 20.000 Menschen am ökumenischen „Marsch für Jesus“ in Wien teilnahmen.

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