„Das beste Geschenk ist, wenn wir uns von unseren Sünden befreien“
Priester Konstantin Anikin predigt in Berlin. Foto: Screenshot YouTube
Am 21. September 2026 predigte Priester Konstantin Anikin in der deutschsprachigen Berliner Gemeinde des Heiligen Isidor der Russischen Orthodoxen Kirche zum Hochfest der Geburt der allheiligen Gottesmutter. Er betonte, dass die Geburt Mariens und das Kommen Christi dem Heil der Menschheit dienten. Das beste Geschenk, das Christen der Gottesmutter darbringen könnten, sei deshalb die eigene Umkehr und das Bemühen, sich von Sünden und Leidenschaften zu befreien. Die Gemeinde veröffentlichte das Video der Predigt auf ihrem YouTube-Kanal.
Priester Konstantin Anikin erinnerte zunächst an die Geburt Mariens durch ihre betagten Eltern Joachim und Anna. Während die Geburt eines Mädchens im damaligen jüdischen Umfeld nicht unbedingt als Anlass besonderer Freude gegolten habe, sei mit Maria eine einzigartige Heilsgeschichte verbunden gewesen. Sie sollte zur Tür werden, durch die Christus, der Logos Gottes, in die Welt kommt, und damit zum Heil des gesamten Menschengeschlechts beitragen.
Mit Blick auf das christliche Leben hob der Priester in seiner Predigt hervor, dass Kinder im Glauben und für Christus erzogen werden sollten. Zugleich verwies er auf die Bedeutung der Erlösung von der Sünde. In diesem Zusammenhang erklärte er unter Bezugnahme auf den heiligen Paisios, der Tod könne als Geschenk verstanden werden, weil der Mensch mit zunehmendem Alter Gefahr laufe, sich immer stärker in die Sünde zu verstricken. Gott habe es so gefügt, dass der Mensch rechtzeitig von deren Macht befreit werde.
Als angemessene Antwort auf das Hochfest empfahl der Priester den Gläubigen, der Gottesmutter ihre Umkehr und Dankbarkeit darzubringen. „Das beste Geschenk ist, wenn wir uns bessern, wenn wir uns von unseren Sünden befreien“, sagte er. Nicht äußere Bräuche oder allein die Schönheit der Gottesdienste seien entscheidend, sondern das Bemühen, am Ende des Lebens rein vor Gott zu stehen und von Sünden und Leidenschaften befreit zu sein. Die Gottesmutter bete für alle Menschen, die dieser Befreiung bedürften, unterstrich der Priester.
Die UOJ berichtete zuvor, dass rund 20.000 Menschen beim ökumenischen „Marsch für Jesus“ in Wien teilnahmen.
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