Zwölf Jahre nach seinem Tod: Kloster Hilandar gedachte Mönch Athanasios
Zwölf Jahre nach seinem Tod wurde auf dem Mönchsfriedhof des serbisch-orthodoxen Klosters Hilandar des Mönchs Athanasios gedacht. Er kam 2014 bei einem Rettungseinsatz ums Leben, als er griechischen Feuerwehrleuten zu Hilfe eilen wollte. Fotos: Kloster
Zwölf Jahre nach der Entschlafung des Mönchs Athanasios von Hilandar ist am 4. September 2026 auf dem Mönchsfriedhof des serbisch-orthodoxen Athosklosters ein Totengedenken für ihn gefeiert worden. Der Mönch kam nur wenige Wochen nach seiner Mönchsweihe bei einem Rettungseinsatz ums Leben, als er griechischen Feuerwehrleuten zu Hilfe eilen wollte. Darüber berichtete das Kloster auf seiner Facebook-Seite.
Im serbisch-orthodoxen Kloster Hilandar auf dem Berg Athos wurde auf dem Mönchsfriedhof ein Gedenkgottesdienst für den vor zwölf Jahren verstorbenen Mönch Athanasios Hilandarac gefeiert. Athanasios wurde 1973 in Obrenovac geboren und trat später als Novize in das traditionsreiche Athoskloster ein. Dort übernahm er zahlreiche Aufgaben und arbeitete unter anderem im Refektorium und in der Bäckerei. Er bereitete Prosphoren für die Liturgie zu, sang bei den Gottesdiensten, lernte Griechisch und gehörte zur Feuerwehrmannschaft des Klosters.
Der Brandschutz hatte für Hilandar nach dem verheerenden Großbrand von 2004 eine besondere Bedeutung gewonnen. Damals war ein großer Teil des historischen Klosterkomplexes zerstört worden. Die Klosterfeuerwehr gehört seither zu den wichtigen Einrichtungen zum Schutz des auf dem Berg Athos gelegenen Klosters.
Am Fest der heiligen Apostel Petrus und Paulus im Jahr 2014 wurde Athanasios zum Mönch geweiht. Er erhielt seinen Namen nach dem heiligen Athanasios Athonites, dem Begründer des gemeinschaftlichen Mönchtums auf dem Berg Athos. Weniger als zwei Monate später kam er bei einem Rettungseinsatz ums Leben.
Als griechische Feuerwehrleute nach einem Unfall in der Nähe von Hilandar Hilfe benötigten, machte sich Athanasios als Mitglied der klostereigenen Feuerwehr unverzüglich auf den Weg. Das Fahrzeug der griechischen Feuerwehrleute war während eines Einsatzes von der Straße abgestürzt. In der Nähe der Skite der Heiligen Dreifaltigkeit geriet jedoch auch das Fahrzeug von Athanasios von der Straße und stürzte eine Schlucht hinab.
Während die griechischen Feuerwehrleute trotz ihrer Verletzungen überlebten, starb Athanasios noch an der Unfallstelle. An seinem Todesort wurde später ein Kreuz errichtet. Daran beteiligten sich nach Angaben des Klosters Abt Methodius mit der Bruderschaft, der leibliche Bruder des verstorbenen Mönchs sowie die geretteten griechischen Feuerwehrleute.
Abt Methodius erinnerte später an die besondere Liebe und Dienstbereitschaft des Mönchs. Athanasios habe selbst als Novize allen dienen wollen. Sein Tod bei dem Versuch, anderen Menschen zu helfen, sei, so der Abt, die Erfüllung des Christuswortes: „Niemand hat größere Liebe als die, dass er sein Leben lässt für seine Freunde.“
Eine besondere Parallele besteht auch zu seinem Namenspatron: Der heilige Athanasios Athonites kam ebenfalls auf ungewöhnliche Weise ums Leben, als während der Gründung des Klosters der Großen Lavra auf dem Berg Athos ein Bauwerk einstürzte.
Die UOJ berichtete zuvor, dass Priester Daniel Schärer in Zürich über das Gleichnis von den bösen Winzern gesprochen und die Bedeutung des Vertrauens auf Gottes für den Menschen oft unverständliche Führung erläutert hatte.
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Der serbisch-orthodoxe Mönch kam 2014 bei einem Rettungseinsatz nahe dem Athoskloster ums Leben, er gehörte zur Feuerwehrmannschaft von Hilandar.
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