Orthodoxes Institut Saint-Serge bietet Fortbildung zu Kommunikation an
Das Orthodoxe Theologische Institut Saint-Serge in Paris bietet ab September 2026 den Online-Fortbildungskurs „Orthodoxie und Kommunikation“ an. Archivfoto: Institut
Das Orthodoxe Theologische Institut Saint-Serge in Paris bietet ab September 2026 den Fortbildungskurs „Orthodoxie und Kommunikation. Zeugnis für den Glauben heute ablegen“ an. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie der christliche Glaube angesichts neuer Kommunikationsformen, digitaler Medien und gesellschaftlicher Veränderungen zeitgemäß vermittelt werden kann. Die Ausbildung verbindet biblische Grundlagen, das liturgische Leben und die kirchliche Tradition mit theologischen, pastoralen und praktischen Fragen der Kommunikation, wie das Institut am 28. August 2026 auf seiner Webseite mitteilte.
Behandelt werden unter anderem die theologischen Grundlagen christlicher Kommunikation, das Kommunikationsverhalten Christi, kirchliche Kommunikation in unterschiedlichen kulturellen und sprachlichen Kontexten sowie Fragen des Zuhörens, des Dialogs und des Umgangs mit Spannungen. Weitere Schwerpunkte sind die Kommunikation in der postmodernen Welt, Storytelling, ethische Fragen christlicher Medienarbeit sowie die Gestaltung von Inhalten für audiovisuelle und digitale Medien. Die Teilnehmer sollen zudem lernen, theologische Überlegungen in konkrete Kommunikationsprojekte umzusetzen.
Der praxisorientierte Kurs sieht die Entwicklung eigener Einzel- oder Gruppenprojekte vor, darunter Bibelkommentare, Essays oder Medienprojekte. Diese werden methodisch begleitet und theologisch, pastoral sowie kommunikativ reflektiert. Zudem werden Fachleute aus der christlichen Kommunikations- und Medienarbeit einbezogen.
Die Ausbildung findet vom 15. September 2026 bis zum 12. Januar 2027 statt und umfasst zwölf Live-Online-Sitzungen jeweils dienstags von 19.30 bis 21.30 Uhr. Die Aufzeichnungen stehen zur zeitversetzten Teilnahme zur Verfügung. Die reguläre Teilnahme kostet 360 Euro.
Das Institut Saint-Serge, 1925 gegründet und Teil der Erzdiözese der orthodoxen Gemeinden russischer Tradition in Westeuropa, gilt als bedeutendste orthodoxe Bildungseinrichtung der Region. Unter der neuen Präsidentschaft von Christophe Levalois setzt es seine hundertjährige Tradition theologischer Forschung und ökumenischer Zusammenarbeit fort. Mit rund 250 Studierenden im Studienjahr 2025/26 bleibt das Institut ein wichtiger akademischer Bezugspunkt für die orthodoxe Theologie in Westeuropa.
Die UOJ berichtete zuvor, dass Metropolit Isaak in Deutschland seine Unterstützung für die Brüder der Swjatohirsker Lawra bekundet hatte.
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