Priester Konstantin Anikin: Gottesmutter als Hoffnung auf die Auferstehung
Priester Konstantin Anikin predigt in Berlin. Foto: Screenshot YouTube
Priester Konstantin Anikin hat in seiner Predigt zum Hochfest Mariä Entschlafung am 28. August 2026 in der deutschsprachigen Berliner Gemeinde des Heiligen Isidor der Russisch-Orthodoxen Kirche die Bedeutung des Festes für den christlichen Glauben an die Auferstehung erläutert. Die Gemeinde veröffentlichte das Video der Predigt auf ihrem YouTube-Kanal.
Priester Konstantin Anikin betonte, das Entschlafen der Gottesmutter sei nicht lediglich die Erinnerung an den Tod eines besonders heiligen Menschen, sondern ein Vorzeichen der allgemeinen Auferstehung. Durch Kreuzigung und Auferstehung Christi sei die menschliche Natur geheilt und erhöht worden. In der Entschlafung und Aufnahme der Gottesmutter in den Himmel zeige sich daher die Hoffnung aller Christen auf die Auferstehung zum ewigen Leben.
Zugleich verwies der Priester auf die besondere Heiligkeit und Würde Marias. Das Evangelium berichte nur wenig über ihr persönliches Leben, zeige sie aber als jene, die ihren Sohn begleitete, seine Worte bewahrte und gemeinsam mit den Aposteln an der ersten Eucharistie teilnahm. Aus der kirchlichen Überlieferung hob Anikin außerdem ihr Gebetsleben und ihren Gehorsam hervor und erinnerte daran, dass nur wenige Gestalten wie Henoch und der Prophet Elias in vergleichbarer Weise in die Gegenwart Gottes aufgenommen worden seien.
Besonders stellte der Geistliche die Gottesmutter als Fürsprecherin und Hoffnung der Christen heraus. Unter Berufung auf die Überlieferung über den heiligen Andreas verwies er auf die Vorstellung, dass Maria den Leidenden und Reisenden beistehe und Menschen in ihren Sorgen helfe. Die Gläubigen sollten deshalb ihre Probleme und Bitten im Gebet zu Gott bringen und zugleich die Gottesmutter um ihren Schutz und ihre Fürsprache für sich selbst und das Land bitten. Auch in der letzten Stunde des Lebens könne sie die Menschen begleiten: Der Priester verwies auf den in der orthodoxen Kirche vor dem Tod gelesenen Kanon an die Gottesmutter. Gerade angesichts von Not und schwierigen Umständen sollten Christen die Hoffnung auf Christus und die Fürsprache der Gottesmutter bis zum letzten Atemzug bewahren.
Die UOJ berichtete zuvor, dass Metropolit Isaak in Deutschland seine Unterstützung für die Brüder der Swjatohirsker Lawra bekundet hatte.
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