In Ägypten verhaftete die Polizei Christen, die Opfer muslimischer Angriffe geworden waren

Ein Mosaik am Tor des koptisch-orthodoxen Klosters St. Antonius im Südosten Ägyptens. Foto: iStock

In der Provinz Minya in Ägypten nahm die Polizei vier Christen fest, deren Gebetshaus von einer muslimischen Menschenmenge angegriffen worden war. Die Ordnungshüter ließen die Gläubigen erst frei, nachdem diese offiziell auf ihre Beschwerden gegen ihre Peiniger verzichtet hatten. Darüber berichtet die Christian Post.

Der Vorfall ereignete sich im Dorf Tal al-Qibliya, wo eine Gruppe einheimischer Bewohner das Gebäude mit Steinen bewarf und dabei religiös beleidigende Rufe ausstieß. Bei dem Pogrom wurden mehrere Christen verletzt, zudem wurde das Auto des Gemeindepriesters Pawel Kamal beschädigt.

Die am Ort eingetroffenen Polizisten stellten die Ordnung wieder her, nahmen jedoch anstatt die Opfer zu schützen, vier koptische Gemeindemitglieder in Gewahrsam. Die Gläubigen wurden zwei Tage lang festgehalten und erst unter der Bedingung auf freien Fuß gesetzt, dass sie sämtliche Ansprüche gegen die Pogromtäter fallen ließen.

Menschenrechtler bezeichneten das Vorgehen der Behörden als "bedauerlichen Ausdruck der fortwährenden Ungleichheit vor dem Gesetz". Der Leiter der Organisation Christian Solidarity Worldwide, Mervyn Thomas, hob hervor, dass die Polizei die Warnungen des Priesters vor sich anbahnenden Provokationen ignoriert habe und die Gewalt nicht verhindert habe.

Nach Thomas’ Worten zeugt die Situation, in der Opfer von Aggressionen gezwungen werden, für ihre Freiheit auf ihr Recht zu verzichten, von der Straflosigkeit der Extremisten in der Region.

Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass das Guinness-Buch eine rumänische Marke mit Nationaldom als die längste der Welt ausgezeichnet hatte.

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