Lösung im Berner Kirchenstreit: Russisch-orthodoxe Gemeinde kann bleiben

Die Krypta im Antonierhaus Bern. Foto: Gemeinde

Die Krypta im Antonierhaus Bern. Foto: Gemeinde

Im seit mehreren Jahren schwelenden Streit um die Nutzung der Krypta im Berner Antonierhaus haben die evangelisch-lutherische und die russisch-orthodoxe Gemeinde eine außergerichtliche Einigung erzielt. Damit ist die vor drei Jahren ausgesprochene Kündigung des Untermietvertrags hinfällig. Stattdessen schlossen beide Seiten einen unbefristeten Untermietvertrag mit regulärer Kündigungsmöglichkeit, wie das schweizer Nachrichtenportal Nau.ch am 5. Juli 2026 berichtete.

Die russisch-orthodoxe Gemeinde der Heiligen Dreifaltigkeit gehört zur Diözese Großbritannien und Westeuropa der Russischen Orthodoxen Kirche im Ausland (ROKA) und nutzt die Krypta seit 1944 für ihre Gottesdienste. Gemeindevorsteher ist der aus der Ukraine stammende Priester Vladimir Svistun. Seit Beginn des russischen Angriffskriegs beten in Bern Russen und Ukrainer gemeinsam für den Frieden. Durch die Fluchtbewegung ab 2022 wuchs die Gemeinde stark an, sodass die kleine Krypta zunehmend an ihre Kapazitätsgrenzen stieß.

Im Rahmen einer Schlichtungsverhandlung verständigten sich beide Gemeinden deshalb auf neue Nutzungsregeln. Künftig kann die russisch-orthodoxe Gemeinde zwar in der Krypta bleiben, die regulären Sonntagsgottesdienste und die großen Festgottesdienste sollen ab Juni 2028 jedoch an einem anderen Ort stattfinden, um die beengten Platzverhältnisse zu entschärfen.

Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass der georgische Parlamentspräsident EU-Angriffe auf die Kirche als „rote Linie“ bezeichnet hatte.

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