In Ägypten wurde eine 1700-jährige Stadt mit einer christlichen Kirche entdeckt

Ausgrabungen in der byzantinischen Siedlung Ain el-Sabil in der Oase Dachla. Foto: Ägyptisches Ministerium für Tourismus und Altertümer

Am 3. Juli 2026 entdeckten Archäologen in der Oase Dakhla im ägyptischen Gouvernement Neues Tal eine gut erhaltene Siedlung aus frühbyzantinischer Zeit mit Wohnvierteln, Straßen, einer Festung und einer christlichen Kirche, meldet das Ministerium für Tourismus und Altertümer Ägyptens.

Die Ausgrabungen wurden von der ägyptischen archäologischen Mission des Obersten Rates für Altertümer auf dem Gelände von Ain el-Sabil durchgeführt. Alle Gebäude waren aus Lehmziegeln errichtet, und die Stadt selbst wies eine klare Planung mit Hauptstraßen, Seitengassen, Vierteln und offenen Plätzen auf.

Einer der bedeutendsten Funde war eine Basilikakirche aus der Mitte des 4. Jahrhunderts, die im Zentrum der Siedlung lag. Die Archäologen untersuchten außerdem ein Haus, das mutmaßlich einem kirchlichen Diakon gehörte, sowie ein weiteres Gebäude, das als Hauskirche gedient haben könnte, bevor eine eigenständige Kirche errichtet wurde.

Nach Angaben der Forscher zeigen diese Funde, wie sich in der Oase Dakhla eine christliche Gemeinde herausbildete. Vermutlich fanden die Gottesdienste zunächst in einem Privathaus statt; später erbauten die Gläubigen eine vollwertige Basilika.

Neben den christlichen Denkmälern entdeckten die Archäologen Wohnhäuser, Küchen, Brotöfen, Wachtürme und eine Festung. Unter den Funden befinden sich zudem etwa 200 Ostraka (Tonscherben) mit griechischen und koptischen Inschriften sowie Bronze- und Goldmünzen mit christlicher Symbolik, die dabei helfen, das Leben der frühchristlichen Siedlung vor nahezu 1700 Jahren besser zu verstehen.

Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass in Münster die erste islamische Fakultät Westeuropas eröffnet worden sei.

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