Slowakei: Regierung will Kirchen stärker an EU-Fördermitteln beteiligen

Kirchen sollen in der Slowakei stärker von EU-Geldern profitieren. Foto: Amio Cajander/Wikipedia

Die slowakische Regierung will Kirchen und Religionsgemeinschaften künftig stärker in die Planung und Umsetzung europäischer Förderprogramme einbinden. Dazu hat das Ministerium für Investitionen und regionale Entwicklung Gespräche mit Vertretern der registrierten Kirchen- und Religionsgemeinschaften über die Vorbereitung der EU-Förderperiode 2028 bis 2034 aufgenommen. Darüber berichtete am 27. Juni 2026 die Katholische Presseagentur Österreich.

An dem Dialog beteiligten sich Vertreter der katholischen Bischofskonferenz, des Ökumenischen Rates der Kirchen sowie des Zentralverbandes der Jüdischen Religionsgemeinden. Nach den Plänen von Investitionsminister Samuel Migaľ sollen die Kirchen künftig als gleichberechtigte Partner an der Erarbeitung nationaler und regionaler Entwicklungsstrategien mitwirken. Das Ministerium verweist auf deren Bedeutung in den Bereichen Sozialarbeit, Bildung, Denkmalpflege und gesellschaftlicher Zusammenhalt.

Geplant ist ein Memorandum, das den Kirchen eine institutionalisierte Rolle bei der Vorbereitung zukünftiger EU-Förderprogramme sichern soll. Ihre Erfahrungen aus der praktischen Arbeit in den Regionen sollen damit stärker in die staatliche Entwicklungsplanung einfließen und den Zugang zu europäischen Fördermitteln erleichtern.

Die Initiative fällt in eine Phase erneuter Diskussionen über die Kirchenfinanzierung in der Slowakei. Während die staatliche Grundfinanzierung der anerkannten Kirchen bestehen bleibt, könnten EU-Mittel künftig zusätzliche Investitionen in den Erhalt des kulturellen Erbes, soziale Projekte, Bildungsangebote und die Entwicklung strukturschwacher Regionen ermöglichen.

Die UOJ berichtete zuvor, dass ab sofort Anmeldungen für das neue Studienjahr der Orthodoxen Theologischen Fernschule möglich sind.

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