UNO empfiehlt der Menschheit, keine eigenmächtigen Antworten an Außerirdische zu senden
Außerirdischer. Foto: adike/Shutterstock/Fotodom
Die Internationale Akademie für Astronautik (IAA) hat die „Erklärung der Prinzipien für die Durchführung der Suche nach außerirdischer Intelligenz (SETI)“ aktualisiert – die erste Überarbeitung des Dokuments seit 2010. In der neuen Fassung, die im Juni 2026 veröffentlicht wurde, bestätigten die Wissenschaftler die Regel, dass nach der Bestätigung eines Signals einer außerirdischen Zivilisation keine Antwort gesendet werden darf, bevor internationale Konsultationen über die UN und andere repräsentative internationale Strukturen stattgefunden haben.
Im Dokument heißt es: „Bis zum Abschluss solcher Konsultationen darf keine Antwort gesendet werden“ (Pending the outcome of such consultations, no reply should be sent). Dabei wird vorgeschlagen, die Konsultationen selbst über die Vereinten Nationen zu führen, und das Verfahren zur Annahme derartiger Entscheidungen soll in einem gesonderten internationalen Abkommen festgelegt werden.
Die aktualisierten Prinzipien widmen auch der Bekämpfung von Desinformation große Aufmerksamkeit. Im Falle der Entdeckung eines möglichen außerirdischen Signals sind die Forscher verpflichtet, zunächst eine unabhängige Bestätigung zu erlangen und anschließend offen die wissenschaftliche Gemeinschaft, die Öffentlichkeit und den UN-Generalsekretär darüber zu informieren. Das Dokument ruft die Wissenschaftler dazu auf, sich vorzeitiger Erklärungen zu enthalten, Tatsachen klar von Vermutungen zu trennen und die Risiken der Verbreitung von Falschinformationen in sozialen Netzwerken zu berücksichtigen.
Es handelt sich um Empfehlungen der Internationalen Akademie für Astronautik für die Teilnehmer der SETI-Programme. Wie die Verfasser des Dokuments betonen, sollen die neuen Prinzipien eine maximal verantwortungsvolle und koordinierte Reaktion der Menschheit im Fall der ersten bestätigten Entdeckung einer außerirdischen Intelligenz sicherstellen.
Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass man in der RKK die Maßnahmen zur Abschiebung von Migranten aus der EU verurteilte.
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