„Der Hauptmann erwies sich durch seine Demut als würdig für das Reich Gottes“

Erzpriester Matthias Zierenberg stellte den Hauptmann von Kapernaum als Vorbild für Demut, Glauben und Vertrauen auf die heilbringende Macht Christi heraus. Archivfoto: Screenshot YouTube

Am vierten Sonntag nach Pfingsten (28. Juni 2026) hat Erzpriester Matthias Zierenberg von der deutschsprachigen serbisch-orthodoxen Gemeinde des Heiligen Lubentius in Limburg-Dietkirchen in seiner Predigt das Evangelium vom Hauptmann von Kapernaum ausgelegt (Mt 8,5–13). Im Mittelpunkt standen der Gegensatz zwischen menschlicher und göttlicher Herrschaft sowie die Frage, wodurch der Hauptmann sich als würdig für das Reich Gottes erwies. Die Gemeinde veröffentlichte die Predigt auf ihrem YouTube-Kanal.

Erzpriester Matthias Zierenberg stellte die Begrenztheit aller weltlichen Machtformen heraus. Ob Monarchie oder Demokratie – jede menschliche Herrschaft bleibe durch die Sünde und das Versagen des Menschen unvollkommen. Demgegenüber stehe die vollkommene Herrschaft Gottes, deren Macht nicht fehlbar sei und der sich der Mensch in Demut unterordnen müsse. Der Hauptmann von Kapernaum habe aufgrund seiner Erfahrung mit Hierarchie und Befehlsstrukturen erkannt, dass Christus über eine unvergleichliche göttliche Autorität verfüge.

Besonders hob der Geistliche die Haltung des Hauptmanns hervor. Obwohl dieser eine hohe militärische Stellung innehatte und von anderen als verdienstvoll bezeichnet wurde, bekannte er: „Herr, ich bin nicht würdig.“ Gerade seine Demut, sein Vertrauen und sein Glaube hätten ihn ausgezeichnet. Der Hauptmann habe nichts eingefordert, sondern sich ganz auf die Macht Christi verlassen. Deshalb habe Jesus seinen Glauben öffentlich gelobt und ihn zum Vorbild erklärt.

Abschließend betonte Erzpriester Matthias Zierenberg, dass das Heil nicht aus Herkunft oder der Erfüllung äußerer Gesetzeswerke komme, sondern aus dem Glauben an Christus. Der Hauptmann sei gekommen, um die Heilung seines Knechtes zu erbitten, und habe weit mehr empfangen: die Verheißung des Reiches Gottes. Christen seien deshalb aufgerufen, seinem Beispiel zu folgen, Gottes Herrschaft anzuerkennen und sich ihm mit Demut und festem Glauben zu nähern.

Die UOJ berichtete zuvor, dass der serbische Patriarch Porfirije den heiligen Fürsten Lazar zum Vidovdan als Orientierung für Glauben, Einheit und Frieden würdigte.

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