Priester Maxim Judakow predigte über Demut und das Vertrauen auf Christus

Priester Maxim Judakow predigte über vertrauensvollen Glauben nach dem Vorbild des römischen Hauptmanns. Foto Diözese
Am vierten Sonntag nach Pfingsten (28. Juni 2026) hat Erzbischof Tichon von Rusa, Administrator der Diözese von Berlin und Deutschland der Russischen Orthodoxen Kirche, die Göttliche Liturgie in der Auferstehungskathedrale in Berlin gefeiert. Bereits am Vorabend leitete er die Vigil in der Kirche des heiligen Sergius von Radonesch in der Bischofsresidenz in Berlin-Karlshorst, wie die Diözese berichtete.
Im Mittelpunkt des Gottesdienstes stand die Predigt von Priester Maxim Judakow zur Evangeliumslesung über die Heilung des Dieners eines römischen Hauptmanns (Mt 8,5-13). Er betonte, das eigentliche Wunder der Erzählung sei die innere Haltung des Hauptmanns, der Demut und uneingeschränktes Vertrauen auf Christus miteinander verbinde. Dessen Worte „Herr, ich bin nicht würdig, dass du unter mein Dach kommst, aber sprich nur ein Wort“ zeigten, dass wahre Gottesnähe aus der ehrlichen Erkenntnis der eigenen Begrenztheit und aus dem festen Glauben an die Macht des göttlichen Wortes erwachse.
Der Geistliche stellte diesen Glauben dem heutigen Zeitgeist gegenüber, der vor allem Selbstbehauptung und Selbstwert betone. Christen seien dagegen aufgerufen, den Worten Christi ebenso vorbehaltlos zu vertrauen wie der Hauptmann, der davon überzeugt gewesen sei, dass allein das Wort Jesu Krankheit und Leid überwinden könne. Glaube beginne dort, wo Menschen Gott vertrauten, noch bevor sie dessen Wirken sehen könnten.
Abschließend verwies der Priester auf die Mahnung Jesu, dass äußere Nähe zur Kirche allein keine Gewähr für das Heil sei. Entscheidend sei ein lebendiger Glaube, der Demut und Vertrauen vereine. Wer sich diese Haltung des Hauptmanns zu eigen mache, könne darauf hoffen, dass sich auch im eigenen Leben das Wort Christi erfülle: „Wie du geglaubt hast, so geschehe dir.“
Die UOJ berichtete zuvor, dass Serbien weitere Mittel für die Fertigstellung der Kirche des Heiligen Sava bereitstellt.
Lesen Sie auch
Mutmaßlicher IS-Kämpfer in Hessen festgenommen
Das Bundeskriminalamt nahm im Landkreis Waldeck-Frankenberg einen Mann fest, der sich laut Bundesanwaltschaft im Irak dem „IS“ angeschlossen und als Kämpfer gedient haben soll.
Patriarch Schio empfing Delegation der ROK in Georgien
Eine Delegation der Russisch-Orthodoxen Kirche traf sich mit dem Oberhaupt der Georgisch-Orthodoxen Kirche.
Patriarch Theophilos besucht Kloster in Jericho nach Gerüchten über Schließung
Das Oberhaupt der Jerusalemer Kirche besuchte das Kloster des heiligen Gerasimos nach dem Tod des Abtes.
RKK-Kardinal verurteilte Euthanasie eines schwerkranken einjährigen Kindes
Der Kardinal brachte die Verbreitung der Euthanasie mit der Entwicklung einer Kultur des extremen Individualismus in Verbindung, die egoistische Wünsche über das menschliche Leben stellt.
Phanar-Hierarch berichtete über die Gründung der OKU
Metropolit Gregorios berichtete, dass die Delegation Konstantinopels unter Polizeieskorte nach Poroschenko gebracht und ihr die Ausreise aus der Ukraine untersagt wurde.
Selenskij erschien nicht zur Preisverleihung Konstantinopels in New York
Anstatt persönlich an der Preisverleihung in New York teilzunehmen, richtete Selenskij eine Videobotschaft an die Teilnehmer der Veranstaltung.