Neue Augustinus-Predigten in mittelalterlicher Handschrift entdeckt

Mittelalterliche Handschrift aus Pelplin: In dem Codex wurden zwei bislang unbekannte Predigten des Kirchenvaters Augustinus identifiziert. Fotos: damascenegallery.com und roger-pearse.com

Zwei bislang unbekannte Predigten des Kirchenvaters Augustinus von Hippo sind in einer mittelalterlichen Handschrift aus Polen identifiziert worden. Wissenschaftler der Universität Würzburg bestätigten nach eingehender Analyse deren Echtheit. Darüber berichtete die UOJ USA.

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Die Entdeckung geht auf eine Untersuchung von Professor Christian Tornau zurück, der 2024 mit der Entzifferung eines Manuskripts beauftragt wurde. Die Handschrift aus dem 12. Jahrhundert, heute im polnischen Pelplin aufbewahrt, enthält insgesamt sechs Augustinus zugeschriebene Predigten. Zwei davon waren der Forschung bislang unbekannt.

Inhaltlich befassen sich die neu identifizierten Texte mit der biblischen Erzählung von der Hexe von Endor im Ersten Buch Samuel. Im Zentrum stehen Fragen nach der Erscheinung des Propheten Samuel, der göttlichen Vorsehung sowie der Deutung von König Sauls Handeln vor der Schlacht gegen die Philister.

Zur Überprüfung der Echtheit arbeiteten die Forscher in Deutschland mit dem Corpus Scriptorum Ecclesiasticorum Latinorum zusammen. Stil, Argumentation und Rhetorik stimmen demnach mit bekannten Werken des Kirchenvaters Augustinus von Hippo überein. Eine kommentierte Edition der Predigten soll bis Ende 2026 veröffentlicht werden.

Die UOJ berichtete zuvor, dass in Bosnien-Herzegowina ein digitales Archiv zerstörter orthodoxer Kirchen gestartet wurde.

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