„Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes“ – Patriarch Daniil mahnte zur Umkehr
Patriarch Daniil während der Göttlichen Liturgie am dritten Sonntag nach Pfingsten. Foto: Patriarchat
Am 21. Juni 2026 leitete der bulgarisch-orthodoxe Patriarch Daniil die Göttliche Liturgie in der Kirche „Heilige Apostel Peter und Paul“ in der Stadt Svoge. Im Mittelpunkt stand seine Predigt zum dritten Sonntag nach Pfingsten, in der er die Gläubigen eindringlich zur Neuordnung ihrer Lebensprioritäten aufrief. Ausgehend vom Evangelium aus der Bergpredigt betonte der Patriarch, dass der Mensch häufig das Vergängliche über das Ewige stelle und dabei die eigene Seele vernachlässige, wie das Patriarchat auf seiner Webseite berichtete.
In seiner Auslegung hob Patriarch Daniil hervor, dass der geistliche Blick des Menschen entscheidend sei: Wer die Welt im Glauben betrachte, werde vom Licht Christi erleuchtet und vor Versuchungen bewahrt; wer jedoch dem Unglauben folge, öffne sich der Verführung.
Mit Verweis auf den Sündenfall machte er deutlich, wie leicht der Mensch durch trügerische Versprechen vom rechten Weg abkomme. Zugleich unterstrich er die Unvereinbarkeit von Gottesdienst und materieller Vergötzung: „Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon.“ Wahre Werte lägen vielmehr in Treue, Ehrlichkeit und der lebendigen Gemeinschaft mit Gott.
Abschließend rief der Patriarch dazu auf, sich am Beispiel Christi zu orientieren, der nicht nach irdischem Reichtum strebte. Wer zuerst nach dem Reich Gottes trachte, werde mit göttlicher Gnade erfüllt und finde die Grundlage für ein erfülltes Leben. Zugleich warnte er davor, Kindern zwar materielle Sicherheit zu bieten, ihnen aber Glauben und geistliche Orientierung vorzuenthalten – eine Entwicklung, die letztlich zu innerer Leere führe.
Die UOJ berichtete zuvor, dass an der Orthodoxen Theologischen Fernschule Krefeld erstmals seit ihrer Gründung Studierende das dreijährige Ausbildungsprogramm vollständig abgeschlossen haben.
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