„Lasst uns als geistliche Menschen leben, die nach dem Reich Gottes trachten“
Patriarch Daniel predigte am Sonntag in Bukarest. Archivfoto: Patriarchat
Der rumänisch-orthodoxe Patriarch Daniel hat Gläubige dazu aufgerufen, ihr Leben vorrangig auf das Reich Gottes auszurichten. In einer Predigt in der Patriarchalkapelle in Bukarest am Sonntag, dem 21. Juni 2026, betonte er die Bedeutung von Gebet, Tugend und geistlicher Freiheit, wie das Patriarchat berichtete.
Bei der Göttlichen Liturgie unterstrich Patriarch Daniel, dass das Streben nach dem Reich Gottes im Zentrum des menschlichen Lebens stehen müsse. Wörtlich mahnte er: „Lasst uns als freie, geistliche Menschen leben, die zuerst nach dem Reich der Liebe Gottes streben, durch Gebet und gute Taten.“ Materielle Sorgen dürften das geistliche Leben nicht beherrschen, sondern seien dem Streben nach Gottes Gerechtigkeit nachgeordnet.
Zugleich warnte das Kirchenoberhaupt vor einer übermäßigen Fixierung auf irdische Bedürfnisse. „Das Heilige Evangelium fordert die Menschen nicht zur Faulheit auf, sondern ermahnt sie, zuerst nach dem Reich Gottes und seiner Gerechtigkeit zu trachten“, sagte er. Sorgen um Nahrung oder Kleidung dürften nicht zur „Tyrannei über die Seele“ werden.
In seiner Auslegung des Evangeliums hob Patriarch Daniel die Bedeutung eines reinen Verstandes und Gewissens hervor. Der „erleuchtete Geist“ sei entscheidend für ein Leben im Licht Gottes, während egoistische Leidenschaften den Menschen in geistliche Finsternis führten. Wahre „Nahrung der Seele“ finde sich im Gebet, in der Heiligen Schrift und in den Sakramenten der Kirche.
Abschließend erinnerte der Patriarch an das erstmalige Gedenken der Heiligen Väter vom Berg Athos. Er würdigte insbesondere den Beitrag rumänischer Mönche zur athonitischen Spiritualität und rief die Gläubigen dazu auf, im Gebet um Glaubensstärke und ein vertieftes geistliches Leben zu bitten.
Die UOJ berichtete zuvor, dass Bischof Andrej in Lausanne feststellte: „Die geistliche Sicht eines Menschen bestimmt seinen gesamten Lebensweg.“
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