Patriarch Daniil: Die Bestimmung des Menschen liegt in der Gemeinschaft mit Gott
Patriarch Daniil gedachte am Sonntag aller bulgarischen Heiligen. Foto: Patriarchat
Der bulgarisch-orthodoxe Patriarch Daniil hat am 14. Juni 2026 in der Stadt Slivnitsa die Heilige Liturgie zum Fest aller bulgarischen Heiligen geleitet und dabei die zentrale Bedeutung von Glauben, Gebet und geistlichem Leben hervorgehoben. Darüber berichtete das Patriarchat auf seiner Webseite.
In seiner Predigt betonte das Kirchenoberhaupt, dass die höchste Bestimmung des Menschen in der Gemeinschaft mit Gott und im Erlangen des ewigen Lebens liege. Die Verehrung der Heiligen sei zugleich Ausdruck der lebendigen Verbindung der Kirche mit dem „himmlischen Vaterland“, aus dem heraus die Heiligen für die Gläubigen beteten.
Zugleich erinnerte Patriarch Daniil daran, dass die bulgarischen Länder seit apostolischer Zeit vom Christentum geprägt seien und zahlreiche Märtyrer hervorgebracht hätten. Deren Standhaftigkeit im Leiden sei kein Ausdruck von Fanatismus, sondern Zeugnis eines lebendigen Glaubens und der Erfahrung göttlicher Gnade.
Auch in jüngerer Vergangenheit hätten Geistliche unter Verfolgung gelitten und ihren Glauben standhaft bewahrt. Viele von ihnen seien zwar nicht offiziell kanonisiert, würden jedoch als Fürsprecher vor Gott angesehen.
Ein weiterer Schwerpunkt der Predigt lag auf der Rolle des Gebets. Dieses sei Quelle von Frieden, Freude und innerer Stabilität und bewahre den Menschen vor Verzweiflung und innerer Leere. Der Patriarch sagte: „Verzweiflung, Langeweile, Depression – diese Zustände waren unseren Vorfahren unbekannt, denn sie wurden gelehrt zu beten.“ Das Reich Gottes sei im Inneren des Menschen zu finden und werde durch die Hinwendung zu Christus erfahrbar.
Abschließend rief der Patriarch die Gläubigen dazu auf, ihre Herzen zu reinigen und Tugenden wie Liebe, Geduld, Glauben und Selbstbeherrschung zu entwickeln. Diese seien Früchte des Heiligen Geistes und Grundlage eines authentischen christlichen Lebens.
Die UOJ berichtete zuvor, dass Präsident Vučić und Patriarch Schio die geistliche Einheit zwischen Serbien und Georgien betonten.
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