Sofia Pride: Patriarch Daniil warnte vor Zersetzung von Familie und Staat

Patriarch Daniil und die Heilige Synode der Bulgarisch-Orthodoxen Kirche haben sich in einer Erklärung gegen die Sofia Pride positioniert. Foto: Patriarchat

Die Heilige Synode der Bulgarisch-Orthodoxen Kirche hat sich mit einer ausführlichen Erklärung gegen die am Samstag, 13. Juni 2026, in der Hauptstadt Sofia veranstaltete Pride-Parade ausgesprochen. Unter der Führung von Patriarch Daniil warnen die Bischöfe vor den gesellschaftlichen Folgen der Veranstaltung und rufen Eltern, Staat und Gesellschaft zur Stärkung christlicher Werte und der traditionellen Familie auf. Die Erklärung wurde am Tag der Veranstaltung auf der Webseite des Patriarchats veröffentlicht.

In ihrer Stellungnahme betont die Heilige Synode, die Kirche begegne jedem Menschen mit Liebe und seelsorgerlicher Fürsorge. Zugleich halte sie an der christlichen Lehre fest, wonach der Mensch von Gott als Mann und Frau geschaffen worden sei und die Ehe zwischen Mann und Frau die Grundlage von Familie und Gesellschaft bilde. Vor diesem Hintergrund lehnt die Kirche die Durchführung der Sofia Pride 2026 sowie die damit verbundenen Botschaften ausdrücklich ab.

Besondere Sorge äußern die Bischöfe hinsichtlich der Wirkung solcher Inhalte auf Kinder und Jugendliche. Die Synode kritisiert Versuche, Lebensweisen, die aus ihrer Sicht nicht mit der christlichen Morallehre vereinbar seien, als gleichwertige Alternative zur traditionellen Familienordnung darzustellen.

Eltern werden aufgefordert, die moralische und geistliche Entwicklung ihrer Kinder aktiv zu begleiten und ihnen Orientierung an christlichen Tugenden zu vermitteln.

Zugleich richtet die Kirche einen Appell an staatliche Institutionen und gesellschaftliche Organisationen, Ehe, Familie und Elternschaft stärker zu fördern. Eine Nation könne keine gesunde Zukunft haben, wenn sie den Respekt vor den moralischen Grundwerten schwäche, die über Generationen hinweg weitergegeben worden seien, heißt es in der Erklärung.

Die Synode verweist zudem auf den Sonntag aller bulgarischen Heiligen, den die Bulgarisch-Orthodoxe Kirche am 14. Juni begeht. Gerade in diesen Tagen sei es wichtig, sich an das geistliche Erbe der Heiligen zu erinnern und deren Vorbild in Glauben, Opferbereitschaft und moralischer Standhaftigkeit zu folgen. Abschließend ruft die Kirche die Gläubigen dazu auf, den orthodoxen Glauben zu bewahren und für Frieden, Einheit und die Stärkung der bulgarischen Familien zu beten.

Die UOJ berichtete zuvor, dass in Berlin die Bauarbeiten für eine mazedonisch-orthodoxe Kirche begonnen haben.

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