Essener Chefarzt lehnt Schwangerschaftsabbrüche ab
Prof. Dr. Rainer Kimmig ist Direktor der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe der Uniklinik Essen. Foto: WDR
Am 20. Mai erschien ein Interview mit dem Direktor der Frauenklinik des Universitätsklinikums Essen, Rainer Kimmig, in dem er erklärte, Schwangerschaftsabbrüche aus Gewissensgründen abzulehnen. Religiöse Gründe nannte der Mediziner nicht. Auch aktive Sterbehilfe lehne er ab, wie der WDR berichtete.
Die Universitätsmedizin Essen betonte, dass es sich um eine persönliche Haltung handle, die während seiner langjährigen Tätigkeit akzeptiert worden sei. Gleichzeitig verwies das Klinikum darauf, dass öffentliche Krankenhäuser in Deutschland rechtlich nicht verpflichtet seien, Schwangerschaftsabbrüche anzubieten.
Kritik kam von Beratungsstellen, feministischen Initiativen und Politikern. Nach Angaben der AWO würden an der Uniklinik Essen praktisch keine Schwangerschaftsabbrüche durchgeführt. Die SPD-Fraktion im NRW-Landtag kündigte an, das Thema im Gesundheitsausschuss zu diskutieren.
Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass die EKD und der Zentralrat der Juden gemeinsam interreligiösen Austausch ausbauen wollen.
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