Bundestagspräsidentin Klöckner kritisierte politische Positionierungen der Kirchen

Die Bundespräsidentin Julia Klöckner. Foto: Kirche und Leben

Die Bundespräsidentin Julia Klöckner. Foto: Kirche und Leben

Nachdem der Deutsche Katholikentag vom 13. bis 17. Mai in Würzburg stattgefunden hatte, äußerte sich Julia Klöckner erneut kritisch zur politischen Rolle der Kirchen. Die Bundestagspräsidentin erklärte, die Kirche dürfe sich nicht darin verlieren, ständig gesellschaftlichen oder politischen Trends zu folgen, sondern müsse vor allem geistliche Orientierung und Halt vermitteln, wie Kirche und Leben berichtete.

In einem Interview betonte Klöckner, dass viele Menschen von der Kirche vor allem spirituelle Antworten auf grundlegende Lebensfragen erwarteten. Themen wie die Bedeutung von Familie, Organspende, Pränataldiagnostik oder die Auswirkungen sozialer Medien auf junge Menschen seien Bereiche, in denen die Kirche Orientierung geben könne. Zugleich warnte sie davor, dass die Kirche ihr eigenes Profil verliere, wenn sie in der öffentlichen Wahrnehmung wie ein Parteitag wirke.

Bereits im vergangenen Jahr hatte Klöckner mit ähnlichen Aussagen eine breite Debatte über das Verhältnis von Kirche und Politik ausgelöst. Nach ihrer Ansicht suche besonders die junge Generation in Zeiten gesellschaftlicher Krisen und Unsicherheit nach Stabilität, geistlicher Tiefe und festen Werten, die die Kirche vermitteln könne.

Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass die neue Riesenglocke „Credamus“ den Magdeburger Dom erreicht hatte.

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