In Europa wurden im April 38 Straftaten gegen Christen registriert

Titelbild des April-Berichts der Menschenrechtsorganisation OIDAC Europe. Foto: OIDAC Europe

38 Hassverbrechen gegen Gläubige, ihre Heiligtümer und Symbole wurden vom Beobachtungsrat für Intoleranz und Diskriminierung von Christen in Europa (OIDAC Europe) im April 2026 dokumentiert.

Die Menschenrechtsaktivisten stuften 15 Fälle als Vandalismus, 5 als Schändung von Heiligtümern und 5 als vorsätzliche Brandstiftung ein. Die Aufsehen erregendsten Vorfälle waren Brandstiftungen an Kirchen in Castrezzato (Italien) und Arnsberg (Deutschland) sowie eine Explosion in einem christlichen Zentrum im niederländischen Nieuwkirk.

In dem Bericht der Organisation wird auch ein Vorfall erwähnt, bei dem eine Marienstatue im Dorf Showkwa in der Oblast Lemberg geschändet wurde.

Besondere Besorgnis löste bei den Experten die Zunahme körperlicher Gewalt aus. In Spanien griff ein Angreifer eine Christin mit einer Axt an und skandierte dabei antichristliche Parolen, während in Irland ein Angreifer einen Priester mitten während der Messe zusammenschlug. An der Spitze der Liste der Angriffe stand Frankreich (10 Fälle), gefolgt von Deutschland und Italien (jeweils 7 Fälle).

Die Aggressionen der Radikalen verschärften sich während der Karwoche und zu Ostern. In dieser Zeit verzeichneten Menschenrechtsaktivisten Störungen von Gottesdiensten, die Enthauptung von Kirchenstatuen, die Zerstörung von Kruzifixen und das Auftauchen satanistischer Graffiti an Kirchenwänden.

Wie die Forscher anmerken, spiegeln die offiziellen Statistiken nur einen kleinen Teil der tatsächlichen Lage wider, da Hunderte von Fällen von Diebstahl, Einbruch und „verdächtigen Bränden“ in Kirchen von der Polizei oft nicht als Hassverbrechen eingestuft werden, da „eindeutige Beweise“ fehlen.

Neben direkter Gewalt sehen sich Christen in Europa einem systematischen Druck durch Gerichte und diskriminierende Gesetze ausgesetzt. In Großbritannien wurde der pensionierte Pastor Clive Johnston wegen der Abhaltung eines Gottesdienstes unter freiem Himmel verurteilt, und einer Gemeinde in Essex wurde gerichtlich untersagt, über die Existenz der Hölle zu predigen, da die Behörden dies als „beunruhigend“ einstuften.

Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass in Ägypten ein Christ wegen eines Posts über seinen Glauben verhaftet wurde.

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