Memorandum zur Gründung der St.-Sava-Universität in Belgrad unterzeichnet
Unterzeichnung der Absichtserklärung zur Gründung der St.-Sava-Universität im Patriarchat von Belgrad durch Patriarch Porfirije (l.) und Ministerpräsident Macut (r.). Im Hintergrund Präsident Vučić (r.) und Metropolit Irinej von Bačka.
Am Freitag, dem 8. Mai 2026, haben die Republik Serbien und die serbisch-orthodoxe Kirche ein Memorandum zur Gründung einer gemeinsamen Universität unterzeichnet. Die geplante St.-Sava-Universität soll akademische Ausbildung und religiöse Werte miteinander verbinden, wie das Patriarchat auf seiner Webseite berichtete.
Im serbischen Patriarchat in Belgrad unterzeichneten Patriarch Porfirije und Ministerpräsident Đuro Macut eine Absichtserklärung über die Zusammenarbeit beim Aufbau der serbisch-orthodoxen Universität des Heiligen Sava. Die Initiative markiert einen bedeutenden Schritt in der Kooperation zwischen Staat und Kirche im Bildungswesen.
Im Anschluss an die Unterzeichnung betonte Präsident Aleksandar Vučić die zentrale Rolle von Bildung für die Zukunft des Landes. Bildung sei untrennbar mit dem Glauben verbunden, erklärte er, und kündigte umfassende staatliche Unterstützung für das Projekt an. Die Universität solle nicht nur theologische Ausbildung bieten, sondern auch Studiengänge in Medizin, Jura, Naturwissenschaften, Technik und Kunst vereinen. Ziel sei es, neben fachlicher Qualifikation auch Werte wie Patriotismus und gesellschaftliche Verantwortung zu fördern.
Patriarch Porfirije hob hervor, dass die Gründung der Universität in einer langen Tradition kirchlicher Bildungsarbeit stehe. Kirchlich geprägte Hochschulen seien historisch ein fester Bestandteil des europäischen Bildungsraums und hätten viele renommierte Universitäten hervorgebracht. Die geplante Einrichtung sei daher kein Novum, sondern eine Fortführung bewährter akademischer Modelle im modernen Kontext.
Zugleich betonte das Kirchenoberhaupt den ganzheitlichen Bildungsansatz der neuen Institution. Bildung werde nicht allein als Wissensvermittlung verstanden, sondern als Entwicklung von Tugend und Persönlichkeit. Die Universität solle als Beitrag zum Gemeinwohl dienen und die geistige, kulturelle und wissenschaftliche Entwicklung der Gesellschaft fördern. Das Projekt sei Ausdruck gemeinsamer Verantwortung von Kirche und Staat für die Zukunft kommender Generationen.
Die UOJ berichtete zuvor, dass der Verlag Hagia Sophia die erste orthodoxe Bibelübersetzung auf Deutsch verlegt.
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