Jubiläumskonferenz der ROKA in München feierlich eröffnet
Eröffnung der Jubiläumskonferenz im Schloss Blutenburg: Geistliche (im Bild links Metropolit Nikolaj bei seiner Ansprache) und Gäste aus verschiedenen orthodoxen Kirchen kommen zum 100-jährigen Bestehen der Deutschen Diözese der ROKA zusammen.
Mit einer festlichen Eröffnung hat am Mittwoch, dem 6. Mai 2026, im Münchner Schloss Blutenburg die Jubiläumskonferenz zum 100-jährigen Bestehen der Deutschen Diözese der Russischen Orthodoxen Kirche im Ausland (ROKA) begonnen. Hochrangige Kirchenvertreter betonten die geistliche und historische Bedeutung des Jubiläums. Die deutsche Diözese berichtete darüber auf ihrem Telegram-Kanal.
Den Auftakt der Konferenz bildete ein Konzert mit liturgischen Gesängen. Erzpriester Nikolai Artemoff begrüßte die anwesenden Geistlichen sowie Gäste und führte in das Programm ein. Anschließend eröffnete Metropolit Nikolaj von Ostamerika und New York die Konferenz offiziell. In seiner Ansprache würdigte der Ersthierarch der ROKA das hundertjährige Bestehen der Diözese als Ausdruck lebendiger Gottesliebe und Verbundenheit mit der Heimat. Zugleich hob er hervor, dass die Konferenz nicht nur dem Rückblick diene, sondern auch den lebendigen Glauben sowie den brüderlichen Austausch stärken solle.
Auch Metropolit Mark von Berlin und Deutschland richtete sich mit einer Ansprache an die Teilnehmer. Er betonte den übernationalen Charakter der ROKA und bezeichnete sie als „alles überbrückende Kirche“. Politische Spannungen gegenüber der Kirche wertete er nicht als Ausdruck der gesellschaftlichen Haltung insgesamt. Vielmehr unterstrich er die Verwurzelung der Orthodoxie in Deutschland und rief zu vertiefter Gebetspraxis und aktiver Teilnahme am Gottesdienstleben auf.
Ein Grußwort von Metropolit Serafim der rumänisch-orthodoxen Erzdiözese von Deutschland, Luxemburg und Österreich wurde verlesen. Darin würdigte er die Bewahrung der Gläubigen im orthodoxen Glauben innerhalb der ROKA und hob die Zusammenarbeit mit Metropolit Mark hervor.
Im weiteren Verlauf gab Erzpriester Nikolai Artemoff einen historischen Überblick über die Entwicklung der Diözese – von den Anfängen in Barackenkirchen über die Zuwanderung russlanddeutscher Gläubiger bis hin zur Vereinigung der russischen Kirchen.
Den Hauptvortrag hielt Bischof Hiob von Stuttgart. Er zeichnete die missionarische Entwicklung der Diözese nach und verneinte die These, die ROKA könne dauerhaft ein Fremdkörper in Deutschland bleiben. Vielmehr sei die Orthodoxie durch historische Einflüsse und die Arbeit insbesondere von Metropolit Mark in Deutschland heimisch geworden.
Abschließend wurde eine Ausstellung eröffnet, ehe ein Empfang und ein gemeinsames Abendessen den ersten Konferenztag abrundeten.
Die UOJ berichtete zuvor, dass das Bischofskonzil der Russisch-Orthodoxen Kirche im Ausland in einem Epistel an Klerus, Mönchtum und Gläubige weltweit zur Treue im Glauben aufgerufen hat.
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