„Gesetze dürfen nicht zur Legalisierung der Gesetzlosigkeit führen“
Bischof Johannes von Branitsa während seiner Predigt.
Am 1. Mai 2026 hat die bulgarisch-orthodoxe Metropolitenkirche „Heiliger Prophet Jeremia“ in Sofia ihr Patrozinium mit einer bischöflichen Liturgie begonnen. Der Gottesdienst wurde mit dem Segen von Patriarch Daniil von Sofia von Bischof Johannes von Branitsa , dem Ersten Vikar des Metropoliten von Sofia, geleitet. Zahlreiche Gläubige nahmen an der Feier teil, die von Klerus und Kirchensängern aus der Hauptstadt mitgestaltet wurden, wie das Patriarchat auf seiner Webseite berichtete.
Im Zentrum der Predigt des Bischofs steht die Botschaft des alttestamentlichen Propheten Jeremia. Dessen Ruf zur Umkehr sei auch heute unverändert aktuell, betonte Bischof Johannes und verwies auf die Worte des Evangeliums: „Kehrt um, denn das Himmelreich ist nahe.“ Eine rein äußerliche Religiosität ohne echte Wahrheit und innere Umkehr führt das Volk in geistliche Gefahr.
Besonders hob der Bischof auch die Verantwortung von Gesellschaft und Staat hervor. Wörtlich sagte er: „Gesetze dürfen nicht zur Legalisierung der Gesetzlosigkeit führen.“ Politische Freiheit muss dem Wort Gottes Raum geben und dürfe nicht dazu dienen, göttlichen Geboten zu widersprechen. Gesetze könnten zwar kein Paradies schaffen, aber verhindern, dass das menschliche Zusammenleben „zur Hölle“ werde.
Zum Abschluss erteilte der Bischof den patriarchalischen Segen, während Vertreter der Gemeinde für den Gottesdienst dankten. Im Anschluss wurde im Kirchhof eine traditionelle Wassersegnung zur Segnung der Gläubigen gefeiert.
Die UOJ berichtete zuvor, dass der orthodoxe Medienkanal Photisis TV ein neues Video zum Leidensweg Jesu Christi veröffentlichte.
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