Statistik für 2025: Geburtendefizit erreicht Rekordhöhe in Deutschland
In Deutschland sterben deutlich mehr Menschen als geboren werden. Foto: freepik.com
Die Zahl der Geburten in Deutschland ist 2025 auf den niedrigsten Stand seit 1946 gesunken. Gleichzeitig steigt das Geburtendefizit auf ein historisches Hoch – mit weitreichenden Folgen für Gesellschaft und Wirtschaft. Darüber berichtete die Bild-Zeitung am 29. April 2026.
Im Jahr 2025 wurden in Deutschland rund 654.300 Kinder geboren, während etwa 1,01 Millionen Menschen starben. Damit lag das Geburtendefizit bei über 350.000 – so hoch wie noch nie in der Nachkriegszeit. Dies geht aus vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes hervor. Bereits seit vier Jahren sinkt die Geburtenzahl kontinuierlich.
Als zentrale Ursachen gelten die geringe Zahl an Frauen im gebärfähigen Alter sowie eine niedrige durchschnittliche Kinderzahl pro Frau. Diese lag zuletzt bei etwa 1,35 und damit deutlich unter dem Niveau von 2,1, das für eine stabile Bevölkerungsentwicklung ohne Zuwanderung nötig wäre. Besonders betroffen ist Ostdeutschland, wo die Geburtenzahlen stärker zurückgingen als im Westen.
Auch Zuwanderung konnte das Defizit zuletzt nicht mehr ausgleichen. Experten sehen neben strukturellen Faktoren vor allem wirtschaftliche und gesellschaftliche Unsicherheiten als Hemmnis für Familiengründungen. Fehlende Kinderbetreuung, Wohnraummangel und unzureichende Unterstützung für Familien verstärken den Trend.
Langfristig drohen erhebliche Folgen: Sinkende Bevölkerungszahlen, Fachkräftemangel sowie steigende Belastungen für Sozial- und Rentensysteme könnten das Wirtschaftswachstum bremsen und den Wohlstand gefährden.
Die UOJ berichtete zuvor, dass in München ein Festgottesdienst zum 100. Geburtstag der ROKA-Diözese stattfand.
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