„Faustschlag ins Gesicht tausender Familien“ – Kritik an der Haushaltsplanung

Kritik am Haushaltsentwurf für Österreich: Der Familienverband sieht kinderreiche Familien besonders benachteiligt (im Bild das Bundeskanzleramt in Wien). Foto: Manfred Werner/Wikipedia

Der Katholische Familienverband Österreichs hat den geplanten Staatshaushalt für die Jahre 2027 und 2028 scharf kritisiert. Im Zentrum der Kritik stehen ausbleibende Inflationsanpassungen bei Familienleistungen sowie geplante Einschnitte beim Familienbonus. Darüber berichtete das katholische Nachrichtenportal CNA am 30. April 2026.

Der Präsident des Familienverbandes, Peter Mender, bezeichnete den Haushaltsentwurf der Regierung als „kurzsichtig, unausgewogen und undurchdacht“. Bereits in den Jahren 2026 und 2027 seien zentrale Unterstützungsleistungen wie die Familienbeihilfe nicht an die Inflation angepasst worden. Auch für 2028 sei keine Anpassung vorgesehen – damit müssten Familien das dritte Jahr in Folge reale Einbußen hinnehmen.

Besonders betroffen seien kinderreiche Familien, denen laut Verband mehrere hundert Euro jährlich entgingen. Angesichts stark gestiegener Lebenshaltungskosten – seit 2020 um über 36 Prozent – sei dies nicht hinnehmbar. Familienleistungen seien keine freiwilligen Zuwendungen, sondern stünden den Familien zu, betonte Mender.

Zusätzlich kritisierte der Verband geplante Änderungen beim Familienbonus. Künftig solle dieser für Kinder ab drei Jahren nur noch dann in voller Höhe gewährt werden, wenn beide Elternteile erwerbstätig sind. Dies schränke die Wahlfreiheit ein und benachteilige Eltern, die ihre Kinder selbst betreuen.

Auch die vorgesehene Erhöhung der Beiträge zur Arbeitslosenversicherung stößt auf Ablehnung. Besonders Teilzeitbeschäftigte, darunter viele Mütter, würden dadurch stärker belastet. In Einzelfällen könne es dazu kommen, dass zusätzliche Belastungen die Vorteile durch den Familienbonus übersteigen. Der Verband sprach in diesem Zusammenhang von einem „Faustschlag ins Gesicht tausender Familien“.

Die UOJ berichtete zuvor, dass in Nürnberg die rumänisch-orthodoxe Diözesanversammlung begonnen hat.

Lesen Sie auch

In München findet ein Festgottesdienst zum 100. Jubiläum der ROKA-Diözese statt

Hierarchen der ROKA und Gäste aus der orthodoxen Welt würdigen das 100-jährige Bestehen der Deutschen Diözese mit einem feierlichen Gottesdienst in München.

„Arche“-Sprecher warnte vor Islamisierung an deutschen Schulen

Christliches Hilfswerk berichtet von wachsendem Druck und religiös geprägten Konflikten unter Schülern

„Faustschlag ins Gesicht tausender Familien“ – Kritik an der Haushaltsplanung

Katholischer Familienverband in Österreich kritisiert fehlende Inflationsanpassung und geplante Kürzungen

Nicht gut genug vor Gott? Warum diese Frage vom Wesentlichen ablenkt

Priester Matthias Fröse erläutert in einem neuen Video das Missverständnis von Leistung und Gnade im geistlichen Leben

Predigt in Hamburg: Die Suche nach Christus zählt mehr als das Äußere

Erzpriester Dionisij Idavajn warnte vor vorschnellen Urteilen über Kirchgänger und betont die innere Umkehr

Rumänisch-orthodoxe Diözesanversammlung in Nürnberg hat begonnen

Vorträge zur Liturgie prägen das Programm – Empfang der Reliquien des Heiligen Georg des Pilgers