„Bibel und Koran verbrennen“ – ukrainische Flüchtlinge in Deutschland
Am 27. April erschien ein Video des Bloggers Anatolij Scharij, in dem er vor einem Millionenpublikum Fakten über eine Gruppe ukrainischer junger Menschen präsentierte, die in Deutschland leben. Den in der Recherche genannten Angaben zufolge studieren und arbeiten diese Personen in Deutschland und betrieben zugleich einen offenen Telegram-Kanal mit extremistischen Inhalten.
Wie in den veröffentlichten Materialien behauptet wird, riefen die Teilnehmer des Kanals zu Terroranschlägen und zu Gewalt gegen Teilnehmer antifaschistischer Aktionen auf, verhöhnten das Thema Holocaust, verbreiteten beleidigende Äußerungen über Muslime, riefen diese zum Suizid auf und veröffentlichten außerdem Aufrufe, die Bibel und den Koran zu verbrennen. Nach vorliegenden Informationen wurde der Telegram-Kanal bereits gelöscht. Außerdem wird berichtet, dass entsprechende Anzeigen bei den deutschen Strafverfolgungsbehörden erstattet wurden.
Nach Informationen der UOJ hat auch das Jüdische Forum der CDU NRW diesen Fall bereits aufgegriffen und wird dazu beitragen, ihn öffentlich bekannt zu machen sowie die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.
- Die Union Orthodoxer Journalisten hält es für notwendig, diese Informationen öffentlich bekannt zu machen, und wird die weitere Entwicklung verfolgen.
- Wir halten es außerdem für wichtig festzustellen, dass solche Handlungen einen Schatten auf Hunderttausende ukrainische Flüchtlinge werfen, die in Deutschland Zuflucht gefunden haben, darunter auch ukrainische orthodoxe Gläubige.
- Ukrainer, die in Deutschland Zuflucht gefunden haben, dürfen nicht mit solchen Ansichten und Handlungen in Verbindung gebracht werden. Es geht um eine konkrete Gruppe von Personen. Dennoch können solche Fälle ein negatives Bild der gesamten ukrainischen Gemeinschaft in der Bundesrepublik Deutschland prägen.
UOJ hält solche Äußerungen und ein solches Verhalten für absolut inakzeptabel. Aufrufe zu Gewalt, Terrorismus, religiösem Hass und zur Entweihung von Heiligtümern müssen rechtlich bewertet werden, und die Verantwortlichen müssen gemäß dem Gesetz zur Verantwortung gezogen werden.
Zuvor berichtete die UOJ, dass orthodoxe Jugendliche in Köln sowjetische Kriegsgräber gereinigt haben.
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