UNO misslingt Versuch, Recht auf Abtreibung international zu verankern

UN-Hauptquartier in New York. Foto: Shutterstock

In New York endete die 59. Sitzung der UN-Kommission für Bevölkerung und Entwicklung ohne die Verabschiedung eines Abschlussdokuments. Die Delegation des Vatikans sprach sich mit Unterstützung anderer Länder gegen den Text aus, der Formulierungen zum „Recht auf Abtreibung“ enthielt, berichtet LifeSiteNews. Der Vorsitzende der Kommission, Zephyrin Maniratanga, zog den Resolutionsentwurf zurück, da die Teilnehmer keinen Konsens erzielen konnten.

Vertreter europäischer Länder bestanden darauf, die Begriffe „sexuelle und reproduktive Gesundheit“ sowie „Geschlechtergleichstellung“ in das Dokument aufzunehmen.

Die Entwicklungsländer und der Vatikan blockierten diese Initiative jedoch. Pro-Life-Organisationen bezeichneten das Ergebnis der Sitzung als Schutz der nationalen Souveränität und als Sieg über die Versuche radikaler Delegationen, die internationalen Abkommen von 1994 umzuschreiben.

Monsignore Marco Formica betonte im Namen der Vatikan-Delegation, dass der Erfolg der Arbeit der Vereinten Nationen von der Achtung der Positionen souveräner Staaten abhänge. Seinen Worten zufolge lenke eine übermäßige Betonung der reproduktiven Rechte von den tatsächlichen Bedürfnissen im Gesundheitswesen ab.

Der Vertreter des Heiligen Stuhls fügte hinzu, dass die Auslegung von Gesundheit als Recht auf Abtreibung gegen moralische Normen verstößt und den Schutz von Müttern und ungeborenen Kindern behindert.

Der Nationale Ausschuss für das Recht auf Leben erklärte zudem, dass die Abtreibungslobby den Sitzungssaal faktisch mit ihrer Agenda vereinnahmt und dabei die Tradition des Konsenses missachtet habe.

Die UN-Kommission konnte sich in sieben der letzten zehn Sitzungen gerade wegen der Kontroversen um Abtreibungen nicht einigen. Die Befürworter des Lebensschutzes forderten, das Völkerrecht künftig auf die Unterstützung des menschlichen Lebens in allen Phasen seiner Entwicklung auszurichten.

Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass in der UNO eine Diskriminierung der Estnischen Orthodoxen Kirche beanstandet worden sei.

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