In der Welt, aber nicht von ihr: Warum Christen gegen den Strom leben
Niklas-Adrian Rack erläutert in seiner Videoanalyse die geistliche Bedeutung des Begriffs „Welt“ aus orthodoxer Perspektive.
Der YouTube-Kanal OrthMedien des Orthodoxen Informationszentrums um Priester Alexej Veselov aus Krefeld hat am 20. April 2026 ein neues Video mit dem Titel „In der Welt, aber nicht von ihr: Eine orthodoxe Analyse“ veröffentlicht. Darin betrachtet Niklas-Adrian Rack die Spannung zwischen christlichem Leben und dem heutigen Zeitgeist und deutet den biblischen Begriff „Welt“ als Ausdruck kollektiver Gottesferne.
Ausgehend von Worten Jesu im Johannesevangelium beschreibt Rack im Videovortrag das Leben von Christen als einen Weg gegen den „unsichtbaren Strom“ gesellschaftlicher Erwartungen. Ablehnung und Unverständnis seien demnach keine Zufälle, sondern folgten aus der grundlegenden Differenz zwischen Evangelium und einem von Gott entfernten Weltverständnis.
Zentral ist die begriffliche Klärung: Mit „der Welt“ sei nicht die gute Schöpfung Gottes gemeint, sondern ein Zustand geistlicher Entfremdung. Dieser äußere sich in einer Kultur, die Tugenden wie Liebe, Barmherzigkeit und Demut zunehmend verdränge und stattdessen Selbstinszenierung, Machtstreben und materielle Orientierung fördere.
Als Beispiele nennt das Video moderne Formen von „Götzendienst“, etwa die Fixierung auf Konsum, digitale Medien und permanente Selbstbestätigung. Diese Entwicklungen führten laut der Analyse zu innerer Leere und einer Abkehr vom geistlichen Leben. Kirchenväter wie Johannes Chrysostomos und Isaak der Syrer werden herangezogen, um „die Welt“ als Summe menschlicher Leidenschaften wie Gier, Stolz und Neid zu deuten.
Abschließend wird Christus als Gegenbild beschrieben: als Licht, das verborgene Dunkelheit sichtbar mache und deshalb auf Widerstand stoße. Zugleich sei er als „Arzt“ gekommen, um den Menschen zu heilen. Der Weg führe über die bewusste Abkehr vom „Geist dieser Welt“ hin zur Theosis, der Teilhabe am göttlichen Leben.
Die UOJ berichtete zuvor, dass ein israelischer Soldat im Libanon ein Kruzifix zerstörte.
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