„Lasst uns in Buße leben, damit unsere Herzen gereinigt werden“
Im Anschluss an die Liturgie fand eine kleine Wasserweihe und die Segnung mitgebrachter Osterspeisen statt.
Am Thomas-Sonntag, dem 19. April 2026, hat der bulgarisch-orthodoxe Patriarch Daniil im Kloster „Geburt der Jungfrau Maria – Sieben Throne“ die Göttliche Liturgie gefeiert und in seiner Predigt zur geistlichen Erneuerung aufgerufen. Darüber berichtete das Patriarchat auf seiner Webseite.
Im Zentrum seiner Ansprache stand das Evangelium über den Apostel Thomas (Joh 20,19–31). Patriarch Daniil hob hervor, dass echter Glaube mehr sei als Zustimmung im Denken: Er entstehe aus der Erfahrung der göttlichen Gnade. Während die Jünger bereits vom Frieden Christi erfüllt gewesen seien, habe Thomas diese Erfahrung erst durch die persönliche Begegnung mit dem Auferstandenen gewonnen.
Der Patriarch unterstrich, dass auch Christen heute zu einem solchen erfahrbaren Glauben gerufen seien. Voraussetzung dafür sei ein Leben nach den Geboten Christi sowie die Reinigung des Herzens von Leidenschaften wie Neid, Eigennutz und Machtstreben. Nur so könne der Mensch zur Wohnstatt Gottes werden.
Besonders betonte das Kirchenoberhaupt die Bedeutung von Buße, Gebet und der Teilnahme an den Sakramenten. Die Freude der Auferstehung wachse nicht aus äußeren Umständen, sondern aus innerer Umkehr, Demut und Vergebung. So werde erfahrbar, dass Christus gegenwärtig ist und den Gläubigen bleibende Freude schenkt.
Die UOJ berichtete zuvor, dass ein israelischer Soldat im Libanon ein Kruzifix zerstörte.
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