Auferstehung als neue Wirklichkeit: Predigt betonte Sieg des Lebens über den Tod

Die Auferstehung Christi wird in der Predigt von Prietser Matthias Fröse als stille, aber alles verändernde Wirklichkeit verstanden.

Zum Ostersonntag (12. April 2026) sprach Priester Matthias Fröse von der russisch-orthodoxen Gemeinde des Heiligen Christophorus Mainz in der Außenstelle Meisenheim über die Auferstehung Christi als gegenwärtige und alles verwandelnde Wirklichkeit. Die Predigt wurde auf dem YouTube-Kanal der Gemeinde veröffentlicht.

Im Zentrum der Predigt steht die Deutung der Auferstehung nicht als historisches Einzelereignis, sondern als grundlegende Veränderung der Wirklichkeit selbst. Priester Matthias Fröse betont, dass Christus den Tod nicht nur überwunden, sondern ihn „von innen her“ besiegt habe. Damit verliere der Tod seine letzte Macht über den Menschen.

Die Auferstehung geschehe dabei im Verborgenen und entziehe sich menschlicher Beobachtung. Gerade darin liege ihre Tiefe: Nicht sichtbare Beweise, sondern die innere Verwandlung der Welt und des Menschen seien entscheidend. Die Kirche verkünde daher keine Theorie, sondern eine Wirklichkeit, die sich im Leben der Gläubigen entfaltet.

Ein zentrales Bild der Predigt ist der Abstieg Christi in die tiefste Dunkelheit des Todes, wo er den Menschen – symbolisiert durch Adam – ergreift und ins Leben führt. Daraus folge, dass es keinen Ort mehr gebe, der von Gottes Gegenwart ausgeschlossen sei. Selbst in größter Hoffnungslosigkeit sei Christus gegenwärtig.

Abschließend hebt der Geistliche hervor, dass die Osterfreude nicht oberflächlich oder laut sei, sondern aus der Gewissheit wachse, dass das Leben stärker ist als der Tod. Die christliche Botschaft verdichte sich in einem einzigen Satz, der keiner weiteren Erklärung bedürfe: „Christus ist auferstanden“ – ein Bekenntnis, das Hoffnung und Leben trage.



Die UOJ berichtete zuvor, dass die serbisch-orthodoxe Gemeinde in München eine neue Folge ihres Podcasts „Münchner Gespräche“ veröffentlicht hat.

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