Osterbotschaft von Metropolit Mark: Aufruf zu Frieden und geistlichem Kampf
Metropolit Mark ruft in seiner Osterbotschaft 2026 zu Frieden, geistlicher Erneuerung und standhaftem Glauben in Zeiten weltweiter Krisen auf.
In seiner Osterbotschaft 2026 richtet sich Metropolit Mark an die Gläubigen der Deutschen Diözese der Russischen Orthodoxen Kirche im Ausland und stellt den Frieden Christi in den Mittelpunkt. Vor dem Hintergrund weltweiter Konflikte und kirchlicher Herausforderungen ruft der Geistliche dazu auf, Angst zu überwinden, den Glauben aktiv zu leben und den „geistlichen Kampf“ aufzunehmen. Die Diözese veröffentlichte das Hirtenwort am 11. April 2026 auf ihrer Webseite.
Ausgehend von den Worten des auferstandenen Christus „Friede sei mit euch!“ beschreibt Metropolit Mark den göttlichen Frieden als zentrales Geschenk von Ostern. Dieser sei nicht mit weltlichem Frieden gleichzusetzen, denn Christus gebe ihn „nicht wie die Welt gibt“. Zugleich stellt der Geistliche die drängende Frage, wie angesichts von Krieg und Unsicherheit – etwa in der Ukraine oder im Nahen Osten – das Herz „sich nicht fürchten“ solle.
Konkret verweist Metropolit Mark auf aktuelle Einschränkungen religiösen Lebens: So sei die Grabeskirche zeitweise aus Sicherheitsgründen geschlossen worden, während in Kiew Gläubige aus der Lawra verdrängt würden. Auch in anderen Ländern würden Christen „unter verschiedenen Vorwänden aus den Kirchen vertrieben“, wodurch das liturgische Leben „gewaltsam ausgelöscht“ werde. Zugleich kritisiert der Geistliche eine Instrumentalisierung des Glaubens „für äußere Zwecke“.
Doch die Herausforderungen beschränkten sich nicht auf äußere Bedrohungen. Auch innerhalb der Gemeinden gebe es „Streit, Widerspruch und Feindschaft“. Vor diesem Hintergrund erinnert Metropolit Mark daran, dass Christus seinen Friedensgruß mit einem Auftrag verband: „Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch.“ Der göttliche Friede verlange daher menschliche Mitwirkung und müsse aktiv angenommen werden.
Der Geistliche betont, dass Angst durch die Nähe zu Christus überwunden werde: „Fürchtet euch nicht!“ Der Sieg über die Todesfurcht sei bereits durch Kreuz und Auferstehung errungen. Dabei verweist Metropolit Mark auf den geistlichen Kampf des Christen, der „nicht gegen Fleisch und Blut“ gerichtet sei, sondern gegen die Mächte der Finsternis. Dieser Kampf führe – anders als äußere Kriege – nicht zur Zerstörung, sondern zum „Erlangen des ewigen Lebens“.
Abschließend ruft Metropolit Mark zu einem Leben in Liebe und geistlicher Wachsamkeit auf. In Anlehnung an den ersten Johannesbrief betont der Geistliche: „Die vollkommene Liebe treibt die Furcht hinaus.“ Die Gläubigen seien aufgerufen, sich Christus zuzuwenden, die Freiheit im Glauben richtig zu nutzen und bereits jetzt an seiner Auferstehung teilzuhaben. Mit dem österlichen Ruf „Christus ist auferstanden! Er ist wahrhaftig auferstanden!“ bekräftigt Metropolit Mark die Hoffnung auf neues Leben.
Die UOJ berichtete zuvor, dass der Ersthierarch der Russischen Auslandskirche, Metropolit Nikolaj, vor Angst angesichts globaler Konflikte warnte und die österliche Hoffnung als Quelle von Frieden und Orientierung betonte.
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